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Hand in Hand gegen Rassismus

Hand in Hand haben rund 200 Männer und Frauen in Zell gegen Rassismus demonstriert. Symbolisch ließen sie zum Abschluss der Kundgebung - einer Menschenkette über die Fußgängerbrücke von Zell nach Kaimt - Ballons steigen.
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Rassismus sei so treu wie Fußpilz, wenn man ihn denn einmal habe, er komme immer wieder zurück, beschrieb es Ruth Schiffer vom Zeller Flüchtlingsnetzwerk. Die Wahlerfolge rechter Parteien in Europa seien Ausdruck dieser bedenklichen Entwicklung. "Rumjammern ist aber das eine, dagegen etwas unternehmen aber das andere", so Ruth Schiffer, die mit ihren Mitstreitern ein Zeichen setzte. Wenn man aufgebe komme der Rechtsruck von alleine, mahnte Thorsten Grohmann, Vorsitzender des Jugendparlaments der VG Zell. "Wir müssen den Arsch hoch kriegen", forderte er auf. In der Verbandsgemeinde ist das aber schon vielfach Realität. Da arbeiten in der Flüchtlingshilfe die katholische und die evangelische Kirche genauso mit, wie die Türkisch-Islamische Gemeinde Bullay. Rund 100 ehrenamtlich tätige Männer und Frauen sind aktiv. "Sie engagieren sich in Sprachkursen, bieten Fahrten zum Arzt oder Einkaufen an und helfen, um sich im alltäglichen Leben und in unserer Kultur zurecht zu finden", lobte VG-Bürgermeister Karl Heinz Simon das Netzwerk. Fotos: Paulywww.hand-in-hand-rassismus.de