Stefan Pauly

Schulterschluss der Baugewerks-Innungen

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Die Baugewerks-Innung Cochem-Zell – um ihren Obermeister Diplom-Ingenieur Rainer Angsten (vorne rechts) – fusioniert mit der Baugewerks-Innung Rhein-Mosel-Eifel.

Die Baugewerks-Innung Cochem-Zell – um ihren Obermeister Diplom-Ingenieur Rainer Angsten (vorne rechts) – fusioniert mit der Baugewerks-Innung Rhein-Mosel-Eifel.

Foto: privat

Ellenz-Poltersorf. Die Baugewerks-Innung Cochem-Zell hat beschlossen, mit der Baugewerks-Innung Rhein-Mosel-Eifel zu fusionieren. Die neue Baugewerks-Innung steht sozusagen in den Startlöchern. In Kürze wird die Wahl des Vorstandes stattfinden. Zurzeit umfasst die Baugewerks-Innung Rhein-Mosel-Eifel 34 Betriebe, die Baugewerks-Innung Cochem-Zell 20 und darüber hinaus noch weitere 18 Dachdeckerbetriebe. Diese werden aber nicht zur neuen Innung gehören. Denn traditionell hat der Bezirk Cochem-Zell keine eigene Dachdecker-Innung. Die Dachdecker gehörten stattdessen bis dato als Fachgruppe der Baugewerks-Innung Cochem-Zell an. Nun aber haben sie ebenfalls fusioniert. Gemeinsam mit der Dachdecker-Innung Mayen-Ahrweiler bilden sie fortan die Dachdecker-Innung Mayen Ahrweiler Cochem-Zell. Denn Dachdecker, so die Erklärung, haben andere Themen auf der Agenda als Maurer.

Die Vorteile einer Fusion der Maurer lägen, so Rainer Angsten im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Hotel Restaurant Vergissmeinnicht in Poltersdorf, auf der Hand. Der Diplom-Ingenieur ist Obermeister der Baugewerks-Innung Cochem-Zell und freut sich auf den Zusammenschluss mit den Kollegen von Rhein, Mosel und Eifel. »Eine solche Fusion war seit Jahren immer mal wieder Thema«, erläutert Angsten die Initialzündung. Jetzt aber lege der bisherige verdiente Obermeister der Baugewerks-Innung Rhein-Mosel-Eifel, Alfred Theisen, aus Altersgründen sein Amt nieder – laut Angsten und der Innungsteams der richtige Zeitpunkt, um einen Neuanfang als größere Innung zu starten.

Auch der bisherige stellvertretende Obermeister der Cochem-Zeller Innung, Dachdeckermeister Thomas Berenz, hält dies für eine gute Entscheidung, so wie die Betriebsinhaber der Handwerksbetriebe des Bezirks. Bis auf eine Gegenstimme entschied man sich für den Schulterschluss.

»Die Stimme einer größeren Innung hat einfach mehr Gewicht und eine ganz andere Wirkung«, ist Rainer Angsten überzeugt. Auch könne das Netzwerk auf diese Weise erfolgreich erweitert werden. »Der Verwaltungsapparat schrumpft, die Verwaltungskosten sinken«, ergänzt Thomas Berenz. Grundsätzlich halte eine Innungsmitgliedschaft viele Vorteile bereit. »Man wird sehr gut beraten – technisch, juristisch und betriebswirtschaftlich«, findet er. Durch Vorträge, Seminare und Newsletter erhalte man stets die neuesten Informationen. »Zum Beispiel bei den jetzigen Preissteigerungen. Wie bringe ich die Materialpreisklausel in Verträge ein – hier gibt es Rat«, so Rainer Angsten.

Sein Blick in die Zukunft ist überwiegend positiv. Die Auftragsbücher seien gut gefüllt.

Die neue mit Mayen-Ahrweiler fusionierte Dachdecker-Innung leitet nun Gregor Orth. Thomas Berenz gab das Amt als Obermeister der Fachgruppe Dachdecker Cochem-Zell aus Zeitgründen ab. Zehn Jahre lang hatte er das Amt inne, zuvor war er als Lehrlingswart aktiv. Wichtig war ihm immer die Kommunikation der Betriebe untereinander. Und so wünscht Thomas Berenz den beiden neuen Innungen der Maurer und der Dachdecker, dass sie die Vorteile einer Innungsmitgliedschaft nutzen mögen und dass der Kontakt untereinander stets gewahrt bleibe.

Weitere Informationen im Internet unter: www.fachhandwerk.de