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Sicherheitsdienst soll begehrten Impfstoff bewachen

Bereits Anfang Januar könnten voraussichtlich die ersten Cochem-Zeller im Impfzentrum in Landkern gegen das Corona-Virus geimpft werden. Wir haben mit der Kreisverwaltung Cochem-Zell über die wichtigsten Fragen rund um die geplante Impfstation gesprochen.
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In der Eifelgoldhalle in Landkern (Foto) soll das Impfzentrum des Kreises Cochem-Zell entstehen. Da direkt daneben eine Schule und der örtliche Kindergarten steht kommt nun Kritik von den Eltern. Foto: Zender

In der Eifelgoldhalle in Landkern (Foto) soll das Impfzentrum des Kreises Cochem-Zell entstehen. Da direkt daneben eine Schule und der örtliche Kindergarten steht kommt nun Kritik von den Eltern. Foto: Zender

Die Corona-Impfstation soll in der Eifelgoldhalle in Landkern entstehen. Dagegen regt sich massiver Widerspruch von Eltern, die eine Gefahr durch enormen Fahrzeugverkehr für ihre Kinder sehen. Ist der Kreisverwaltung derartige Kritik bekannt?

Der Kreisverwaltung Cochem-Zell ist die Kritik seit Freitag bekannt. Herr Landrat Schnur wurde von der Vorsitzenden der Elternvertretung des Kindergartens und der Grundschule Landkern in einem Brief um Stellungnahme gebeten.

Wie geht die Kreisverwaltung damit um?

Die Frage der Verkehrsregelung und der Parksituation ist Teil des Konzeptes. Herr Landrat Schnur geht auf die Fragen und Ängste der Eltern mit seiner Antwort ein. Durch den Betrieb der Impfstation dürfen keine Gefahrensituationen für die Kinder entstehen. Auch wird es vor der Impfstation Verkehrsregelungen durch Personen geben.

Wurden die Eltern der Kinder, welche in die Einreichungen gehen, die in unmittelbarer Nähe zu der geplanten Impfstation liegen, vorher in die Überlegungen mit eingebunden?

Sowohl die Leitung des Kindergartens als auch der Grundschule wurden vorher zu dem Vorhaben informiert. Beide Leitungen hatten gegen den Standort keine Bedenken vorgetragen.

Gibt es neben dem avisierten Standort in Landkern noch weitere mögliche Standorte für eine Impfstation?

Es gab weitere Vorschläge für mögliche Standorte. Der Standort in Landkern eignet sich nach Überprüfung aller vom Land vorgegebenen Voraussetzungen am besten für ein Impfzentrum.


Wenn ja, wo?

Weitere Standorte wurden in Cochem und Bruttig-Fankel angeboten.

In einer Veröffentlichung Ihres Hauses lässt sich Landrat Schnur wie folgt zitieren: „Es ist mir wichtig, dass jede Bürgerin und jeder Bürger im Landkreis die Möglichkeit hat, sich impfen zu lassen – auch wenn er nicht mehr mobil oder selbst nicht in der Lage ist, das Impfzentrum in Landkern zu erreichen". Dazu stellt sich uns die Frage, wie dies bewältigt werden soll. Wie viele Impfdosen wurden der Kreisverwaltung Cochem-Zell denn vom Land Rheinland-Pfalz zugeteilt?

Das Land wird in Zusammenarbeit mit dem Landesverband des DRK mobile Impfteams zusammenstellen, um auch Personen, die nicht zu einem Impfzentrum kommen können, zu impfen. Der Kreisverwaltung Cochem-Zell wurde bisher noch keine Anzahl an Impfdosen genannt.

Für wann ist die Lieferung avisiert?

Auch hierzu gibt es noch keine Informationen. Zunächst bedürfen die Impfstoffe noch der Zulassung. Dieses Verfahren soll in der nächsten Zeit stattfinden.

Gibt es bei der Kreisverwaltung Cochem-Zell Vorbereitungen dahingehend, dass sogenannte systemrelevante Berufsgruppen vorrangig geimpft werden? Wenn ja, wie sehen diese aus?

Die Kreisverwaltung hat keinen Einfluss auf die Personen, die geimpft werden sollen. Hierfür richtet das Land eine Hotline ein, bei der sich Menschen melden können und dann entsprechende Termine vergeben werden. Diese Personen werden dann der Kreisverwaltung lediglich mitgeteilt.

Die Kreisverwaltung plant nach eigenen Angaben auch mobile Impfteams. Ist das dafür erforderliche medizinische Fachpersonal beim Kreis vorhandenen?

Die mobilen Impfteams werden nicht von der Kreisverwaltung geplant, sondern vom Land Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Landesverband des DRK.

Der Impfstoff, sollte er dann mal da sein, ist ja hochbegehrt. Wie stellt die Kreisverwaltung sicher, dass nicht Kriminelle dann ihre Chance nutzen und mit einem Einbruch in die Eifelgoldhalle „interessante“ Beute machen?

Für die Überwachung und Sicherung der Eifelgoldhalle wird entsprechendes Personal in Form von Security vorgehalten.

(Die Fragen stellte Mario Zender)