Die tanzende Prinzessin

Die 15-jährige Barbara Elschenbroich begeistert die Jecken

Kommern. In einem Punkt war die 15-jährige Barbara Elschenbroich aus Kommern ein ganz normales Mädchen. Im Alter von vier, fünf Jahren lautete ihr großer Traum: Prinzessin werden.

»Barbara«, schmunzelt Mama Michaela Elschenbroich, »hat sich im Kindergarten immer das Kostüm der Prinzessin aus der Kiste gekramt.« Im Gegensatz zu anderen Kindern konnte Barbara Elschenbroich ihren Kindertraum jedoch wahr machen: Sie ist in dieser Session die Jugendprinzessin der traditionsreichen KG Greesberger Kommern.

Ein Naturtalent auf der Bühne

Sie erinnert sich noch genau an die Zeit vor der Kommerner Kirmes. Dann wird traditionell im Zelt der Söhne Kommerns die neue Tollität der Greesberger bekannt gegeben. »Und genau zwei Wochen vor diesem Termin hat man mich gefragt, ob ich nicht Prinzessin werden will«, so Barbara Elschbroich. »Traue ich mir das zu«, habe sie sich gefragt, »zumal ich nicht so richtig Platt sprechen kann«, schmunzelt die junge Dame. Ihre Zweifel waren völlig unberechtigt. Das zeigte sich, als die 15-Jährige zum ersten Mal als Jugendprinzessin Barbara I. auf der Bühne stand. »Sie ist einfach ein Naturtalent«, sind sich Günter Schmitz, Pressesprecher der Greesberger, und ihre Prinzenführerin Stefanie »Mini« Klapper einig. Will heißen: Wenn Barbara I. das Mikrofon in der Hand hat, dann ist sie so richtig in ihrem Element.

Sessionslied

Sie strahlt Lebensfreude aus, sorgt für gute Stimmung und hat mit ihrem Sessionslied, das sie auf Mark Forsters »Chöre« gedichtet hat, gleich einen Hit gelandet. »Barbara hat den sprichwörtlichen Spaß an der Freud‘«, sagt Mutter Michaela Elschenbroich, von der die 15-Jährige eine gehörige Portion Begeisterung für den Karneval geerbt hat. Die Mutter ist nämlich seit Jahren im Jugendausschuss der Greesberger aktiv. »Meine Schlagfertigkeit«, grinst Barbara Elschenbroich, »habe ich mit Sicherheit von meinem Vater Alfred geerbt.«

Solomariechen und Jugendprinzessin

Obwohl Barbara Elschenbroich gerade mal 15 Jahre alt ist, darf man sie dennoch als »Urgestein« der Kommerner Greesberger bezeichnen. Denn seit ihrem fünften Lebensjahr tanzt sie sich durch die Garden der KG und ist seit 2012 das Solomariechen der Greesberger. Und diese Funktion übt sie auch in dieser Session aus. Mit ihrer Trainerin »Mini« hat sie sowohl einen Solo-, als auch einen Gardetanz einstudiert. »Der Vorteil an meinen Ornat ist es«, lacht Barbara I., »dass ich darunter prima meine Tanzkleidung anziehen kann.« Dadurch geht der Wechsel von Prinzessin zum Mariechen und umgekehrt in Windeseile.

Trainerin

Übrigens: Barbara Elschenbroich tanzt nicht nur leidenschaftlich gerne, sie gibt ihr Wissen als Co-Trainerin auch den kleinen Tanz-Bambinis im Verein weiter. Ab und zu hilft sie ihren Eltern beim Austeilen des Schleidener WochenSpiegel, um ihr Taschengeld aufzubessern. Ach ja, ihren Berufswunsch hat sie auch geändert. Nach Prinzessin und Tierärztin möchte die junge Dame nun Grafik-Designerin werden. »Ich habe mich bei der Glasfachschule Rheinbach beworben und hoffe, dass ich angenommen werde«, so die lebensfrohe Jugendliche.

So feiern die Greesberger weiter

  • An Weiberdonnerstag, 20. Februar, geht auch in Kommern der Straßenkarneval so richtig los - und das seit einigen Jahren ziemlich früh. Bereits um 9.11 Uhr startet vom oberen Schulhof der Katholischen Grundschule aus der bunte Kinderzug. Die Aufstellung zum Zoch ist ab 8.30 Uhr, enden wird er gegen 11.15 Uhr an der Bürgerhalle.
  • Dort hat dann auch die Jugendprinzessin der KG »Greesberger«, Barbara I. (Elschenbroich), eine weitere große Stunde in einer tollen Session. Sie wird bei der Schlüsselübergabe an der Bürgerhalle um 12 Uhr unter dem großem Jubel des närrischen Volkes endgültig die Macht für die tollen Tage übernehmen.
  • Doch damit ist noch lange nicht Schluss, denn im Anschluss wird eine große Ü30-Fete in der Bürgerhalle mit der Partycoverband »Déjà vue« und DJ Steff gefeiert. Beginn ist an Weiberfastnacht um 14 Uhr. Fünf Euro kostet der Eintritt pro Person.
  • Am Rosenmontag, 24. Februar, zieht ab 14 Uhr wieder der »Zoch« durch Kommern - über 40 Wagen und Gruppen waren es letztes Jahr. Nahtlos geht das Feiern mit der »After-Zoch-Party« in der Bürgerhalle mit DJ Steff weiter. Einlass ist ab 16.30 Uhr. Der Eintritt kostet 10 Euro pro Person, inklusive eines Verzehrbons im Wert von zwei Euro.
  • In der Hofburg »Stollen« wird die Tollität am Dienstag, 25. Februar, ausgekleidet, Beginn ist gegen 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Und dann ist auch schon wieder Aschermittwoch und damit »wieder alles vorbei« ...

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