80-Euro-Waldi startet "Hilfstransport" für den Klepperstall

Tierheim für Pferde finanziert sich aus Spenden

Langendorf. Der Klepperstall e.V. und das gleichnamige Tierheim für Pferde in Langendorf stehen aufgrund der anhaltenden Corona-Krise und damit ausbleibenden Spenden vor dem Aus. Als 80-Euro-Waldi, bekannt aus der ZDF-Serie »Bares für Rares« davon erfuhr, organisierte er einen Hilfstransport mit 70 Ballen Heu zum Klepperstall.

»Ich habe aus den Medien erfahren, dass der Klepperstall in der Bredouille ist und meinen Freund Herbert angehauen, ob wir da nicht was machen können«, sagt der Eifeler Walter Lehnertz, alias 80-Euro-Waldi, der aus der ZDF-Serie »Bares für Rares« bekannt ist. Die beiden Männer engagieren sich normalerweise in Herbert Prümmers-Stiftung »Zesamme stonn« für in Not geratene Menschen. Für die beiden war jedoch klar, dass sie sich völlig unabhängig von der Stiftungsarbeit, auch für den Klepperstall einsetzten wollen.
Der Klepperstall, der durch den gleichnamigen Verein betrieben wird, bietet seit 2015 ehemaligen Schulpferden und Turnierpferden, finanziellen Notfällen, Pferden aus schlechter Haltung, gesunden wie kranken, alten wie jungen Tieren einen Platz zum Leben. Ziel des Vereins ist es die Pferde an neue Halter weiter zu vermitteln. Ist ein Pferd nicht vermittelbar, genießt es lebenslanges Wohnrecht auf dem Hof oder in einer Pflegestelle.

5.000 Euro monatliche Fixkosten

Finanziert wird das Ganze durch Spenden. Die bleiben aber aufgrund der aktuellen Corona-Krise größtenteils aus. Rund 5.000 Euro  an Fixkosten muss der Verein im Monat stemmen. »Die Kosten für Hufschmied, Tierarzt und andere Dinge kommen noch oben drauf«, sagt Nina Aschoff, die Vorsitzende des Klepperstall e.V. und treibende Kraft auf dem Hof.  Sie schätzt, dass die Vereinsmittel noch bis Juni reichen würden. Dann stehe der Klepperstall vor dem Aus. Existenziell für das Sammeln von Spenden ist für den Verein zudem das jährliche Sommerfest auf dem Hof. »Das fällt in diesem Jahr aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen aus«, sagt Aschoff. Auch auf die freiwilligen Helfer muss der Hof aktuell verzichten, so dass die Versorgung der aktuell rund 50 Pferde durch Nina Aschoff, ihren Mann und ihre Mutter erfolgt.
Der von Waldi und Herbert Prümmer organisierte »Hilfs­transport«, kommt für die Klepperstall-Chefin genau zur richtigen Zeit. 70 Ballen Heu haben die beiden Männer im Gepäck beziehungsweise auf dem Anhänger. »Das Heu hat uns ein Bauer aus Kalterherberg gespendet. Und das Zeug ist absolut Bio«, erklärt Waldi. Dazu gibt es noch säckeweise Möhren für die Pferde im Klepperstll, die ebenfalls gespendet wurden. »Es muss nicht immer die riesen Spende sein. Auch die kleinen Dinge können helfen«, hofft Waldi auf Nachahmer. »Einen Fünfer auf das Konto des Klepperstalls zu spenden, tut doch bestimmt keinem weh. Aber dem Mädel hier und den Pferden hilft es zu überleben«, sagt der Eifeler.

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