Update: Seltsamer "Waffenfund"

Kobern. Am Mittwoch, 3. März, sind an der Matthiaskapelle in Kobern "seltsame Waffen" gefunden worden. Des Rätsels Lösung befand sich in unmittelnarer Nähe an der Niederburg.

Die Beamten der Polizeiwache Brodenbach staunten nicht schlecht, als sie hinter einer Mauer insgesamt 44 Speere und eine mittelalterliche Deko-Streitaxt aufgefunden haben. Die Speere waren in Eigenbauweise hergestellt - mittels Klebeband an Besenstielen befestigte Küchenmesser - und absolut ohne Gebrauchsspuren. Sie wurden durch die Polizei sichergestellt.

Spaziergänger meldeten noch am frühen Abend eine weitere merkwürdige Begebenheit an der Niederburg. Dort fand die Polizei dann eine altarähnliche, vermutlich keltische Drapierung. In einem frei zugänglichen Bereich der Ruine befand sich ein offener Raum, in dem ein Grill mit Feuerholz stand. Zudem war eine offene Tafel angerichtet, auf der Tassen, ein Wok, sowie vier Weinflaschen mit übelriechenden Inhalt standen. Weiterhin standen eine Liege als Diwan, sowie zwei thronartige Stühle in dem Raum. In zwei danebenstehenden Kisten befanden sich vier Hämmer, zwei Sicheln, zwei Kugeln sowie diverse Messer mit aufgemalten Runenzeichen. Daneben standen zwei Langbögen mit drei Pfeilen. Auf einem Tisch standen zudem diverse handgemalte Bilder mit Burgenabbildungen sowie ein steinerner Drache für die Aufnahme von Räucherstäbchen.

Aufgrund der Gesamtsituation konnte, so die Polizei, der Eindruck gewonnen werden, dass hier eine keltische Zeremonie stattfinden sollte. Nach Zeugenhinweisen konnte der Besitzer der Gegenstände ermittelt werden. Es handelte sich um einen 44-jährigen Mann aus dem Kreis Mayen-Koblenz. Er gab an, dass er an besagter Örtlichkeit ein Fotoshooting geplant hatte. Ihm wurde von der Polizei deutlich gemacht, dass die Waffen in Kinderhänden sehr gefährlich hätten werden können. Außerdem hätte es einer Genehmigung bedurft. Des Weiteren wurde er von der Polizei auf die Vorschriften der Corona-Verordnung hingewiesen.

 

Fotos: Polizei

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