Julia Borsch

Neue Arbeitskreis stärken psychosoziale Hilfen im Eifelkreis

Eifelkreis. Drei neue Arbeitskreise sollen die Zusammenarbeit in der gemeindepsychiatrischen und psychosozialen Hilfe verbessern. Im Fokus stehen Krisen, Erwachsene mit psychischen Erkrankungen und ältere Menschen.

Gemeinsam stark: Die neuen Arbeitskreise sollen den fachlichen Austausch und die Zusammenarbeit im Eifelkreis stärken.

Gemeinsam stark: Die neuen Arbeitskreise sollen den fachlichen Austausch und die Zusammenarbeit im Eifelkreis stärken.

Bild: CannvaPro - Symbolfoto

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm haben im September drei neue Arbeitskreise zur gemeindepsychiatrischen und psychosozialen Versorgung ihre Arbeit aufgenommen. Initiiert wurden sie vom Gesundheitsamt des Kreises. Ziel ist es, bestehende Angebote weiterzuentwickeln, die Zusammenarbeit zu stärken und Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu erarbeiten.

Moderiert und koordiniert werden die Arbeitskreise von Nicolas Schmidschneider, Psychologe des Sozialpsychiatrischen Dienstes und Psychiatriekoordinator des Eifelkreises.


Drei Schwerpunkte im Blick

Der Arbeitskreis „Krisenversorgung und Notfallstruktur“ beschäftigt sich mit der Versorgung von Menschen in akuten psychischen Krisen und der Zusammenarbeit in Notfallsituationen. Ein weiterer Arbeitskreis nimmt die Hilfsangebote für Erwachsene mit psychischen Erkrankungen in den Blick. Der Arbeitskreis „Ältere Menschen“ befasst sich mit den besonderen psychiatrischen und psychosozialen Unterstützungsbedarfen dieser Zielgruppe.

An den Arbeitskreisen beteiligen sich zahlreiche Einrichtungen und Institutionen aus dem Eifelkreis, darunter Kliniken, Beratungsstellen, soziale Dienste, Polizei, Deutsches Rotes Kreuz, Caritas und weitere Träger. Dabei sollen Schnittstellen verbessert, Kommunikationswege gestärkt und Zuständigkeiten transparenter werden.


Fachkräftemangel bleibt weiterhin Herausforderung

Die Arbeitskreise sollen regelmäßig zusammenkommen und dauerhaft dem fachlichen Austausch dienen. Schmidschneider betont zugleich die Grenzen einer besseren Vernetzung: „Gleichzeitig müssen auch die bestehenden strukturellen Probleme im Eifelkreis Bitburg-Prüm klar benannt werden. Dazu zählen insbesondere der gravierende Mangel an Fachärztinnen und Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie sowie fehlende Kassensitze für ambulante Psychotherapie.“

Diese Versorgungsengpässe könnten durch eine bessere Zusammenarbeit allein nicht gelöst werden, so Schmidschneider.