

Herbstzeit ist auch die Zeit der Feuersalamander (Salamandra salamandra). In diesen Tagen können wieder vermehrt diese schwarz-gelben Schwanzlurche auf Wald- und Wanderwegen im Naturpark Südeifel, oder auch in Gärten und Parkanlagen beobachtet werden. Sollten Wanderer oder Spaziergänger einen Feuersalamander entdecken, dann können sie die Beobachtung ganz einfach im ArtenFinder, einem vom Land Rheinland-Pfalz eingeführten und von der Stiftung Natur und Umwelt in Rheinland-Pfalz betreuten Arten-Meldesystem (www.artenfinder.rlp.de), melden. Dazu benötigen wird lediglich ein gutes Foto von dem Tier, Datum sowie die Koordinaten des Standortes. Die Meldung können entweder direkt auf dem Handy über die App des Meldesystems einfügt werden oder über die Internetseite.
Jede Meldung ist wichtig, denn der Feuersalamander wird in der rheinland-pfälzischen Eifel von einem Hautpilz bedroht. Der Hautpilz Batrachochytrium salamandrivorans, kurz Bsal, breitet sich nach der Infektion auf der Haut der Tiere aus und "frisst" Löcher hinein. Die Haut verliert ihre überlebenswichtige Funktion und die Feuersalamander sterben innerhalb weniger Tage. Durch Ihre Meldung können Bearbeiter der Stiftung Natur und Umwelt und Wissenschaftler der Universität Trier mittels Begutachtung der Fotos erkennen, ob die beobachteten Tiere an dem Pilz erkrankt sind und weitere Maßnahmen einleiten. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Fotos von guter Qualität sind (Handyfoto mit z.B. Makrofunktion ist ausreichend). Die Daten leisten einen großen Beitrag, die Verbreitung des Pilzes einzuschätzen und neue Ausbrüche in der Region zu identifizieren.
Die Tiere sollen nicht angefasst werden und Spaziergänger sollen auf den Wegen bleiben, um einerseits die Tiere und Habitate nicht zu stören und andererseits nicht die Sporen des Pilzes unbeabsichtigt zu verbreiten. Sporen des Hautpilzes können über Wochen und Monate im feuchten Boden überdauern und so auch im Schuhprofil haften bleiben. Der Bsal-Pilz ist nicht auf den Menschen übertragbar.




