

Wie können Menschen unterschiedlicher Herkunft durch Musik, Kultur und gemeinsame Erlebnisse zusammenfinden? Ein internationales Familienfest im Haus der Jugend in Bitburg zeigte Ende September, welche Möglichkeiten es dafür gibt. Menschen aus rund 30 Herkunftsländern beteiligten sich an der Veranstaltung unter dem Motto „Dafür! Jeder Intoleranz und Ausgrenzung zum Trotz“.
Anlass waren drei Jubiläen: 50 Jahre Interkulturelle Woche (IKW), 20 Jahre Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE) sowie zehn Jahre Interkulturelle Woche in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK).
Organisiert wurde das Fest von der Integrationsbeauftragten der Stadt Bitburg, Soussan Evers-Khazeli, gemeinsam mit den DRK-Mitarbeitenden Amanda Resuli, Simona Rzakovaite und Stefan Meyer. Im Mittelpunkt standen Integration, gegenseitiger Respekt und gesellschaftlicher Zusammenhalt.
Wie vielfältig das kulturelle Miteinander sein kann, verdeutlichte das Programm. Das Bläserensemble der Grundschule Bitburg-Nord eröffnete den musikalischen Teil. Es folgten unter anderem Auftritte der ukrainischen Delly Dancerinnen, der Theatergruppe und einer ukrainischen Mädchenband des Staatlichen Eifel-Gymnasiums Neuerburg sowie der orientalischen Tanzgruppe Shimmy Angels.
Auch Marius Ackermann vom Kreisbeirat für Migration und Integration beteiligte sich mit Tanzauftritten zu Liedern von Michael Jackson. Die Formation „Rhythmus der Kulturen“ unter Leitung von Miguel Rahal vereinte Musiker verschiedener Herkunft, darunter Künstler mit kurdisch-iranischen, ägyptischen, deutschen und ukrainischen Wurzeln. Ein traditioneller Derwischtanz brachte zudem syrische Kultur auf die Bühne.
Eine Premiere feierte die eigens für die Interkulturelle Woche gegründete DRK-IKW-Band. Musiker unterschiedlicher Nationalitäten präsentierten gemeinsam Lieder in mehreren Sprachen. Initiiert wurde das Projekt von Stefan Meyer und Miguel Rahal.
Neben den kulturellen Darbietungen spielte der persönliche Austausch eine wichtige Rolle. Internationale Speisen aus verschiedenen Ländern boten den Besuchern Gelegenheit, unterschiedliche Esskulturen kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Zahlreiche gastronomische Betriebe aus Bitburg, Schönecken und Prüm unterstützten die Veranstaltung mit gespendeten Spezialitäten.
Auch die Arbeit der Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte und des Migrationsfachdienstes wurde vorgestellt. Beide Angebote unterstützen Menschen mit Migrationsgeschichte bei Fragen der Integration und gesellschaftlichen Teilhabe.




