Julia Borsch

Windpark Schneifelhöhe: Fundamente für alle elf Windräder fertig

Prüm. Der Bau des Windparks Schneifelhöhe schreitet voran. Alle elf Fundamente sind fertig, die Türme werden errichtet. Die erste Anlage soll im zweiten Quartal 2027 ans Netz gehen.

Auf der Schneifelhöhe bei Prüm gehen die Bauarbeiten für den neuen Windpark voran. Die Fundamente für alle elf Windenergieanlagen sind inzwischen fertiggestellt. Derzeit werden die Betontürme errichtet, auf denen später die weiteren Komponenten der Anlagen montiert werden. Gleichzeitig laufen die Arbeiten an der elektrischen Infrastruktur und der Netzanbindung.

„Wer heute auf die Schneifelhöhe kommt, kann sehen, wie aus vielen Jahren Planung Schritt für Schritt Realität wird. Mit den fertigen Fundamenten und dem Aufbau der Türme haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht“, erklärt Dr. Steffen Weil, zuständiger Bereichsleiter bei der Energieversorgung Mittelrhein (evm).

 

Neues Umspannwerk entsteht

Neben den Windenergieanlagen wird auch die Infrastruktur für die spätere Stromeinspeisung aufgebaut. Ein rund 14 Kilometer langes Kabelnetz soll die elf Anlagen mit einem neuen Umspannwerk verbinden. Dieses befindet sich ebenfalls im Bau. Derzeit wird die Anlieferung des Transformators vorbereitet, der eine zentrale Komponente des Umspannwerks bildet.

Über das Umspannwerk soll der erzeugte Strom künftig in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden.


Erste Anlage soll 2027 ans Netz gehen

Der Windpark auf dem Schneifelrücken in der Verbandsgemeinde Prüm umfasst elf Windenergieanlagen des Herstellers Nordex. Jede Anlage verfügt über eine Leistung von sieben Megawatt, womit sich eine Gesamtleistung von 77 Megawatt ergibt. Die Windräder erreichen eine Gesamthöhe von rund 250 Metern bei einer Nabenhöhe von 164 Metern und einem Rotordurchmesser von 163 Metern.

Nach Angaben der evm wird mit einer jährlichen Stromproduktion von rund 200 Millionen Kilowattstunden gerechnet. Dies entspricht rechnerisch dem jährlichen Strombedarf von etwa 160.000 Menschen.

„Mit 77 Megawatt Leistung wird der Windpark einen erheblichen Beitrag zur regionalen Stromerzeugung leisten. Für uns ist das Projekt deshalb ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer zunehmend klimafreundlichen und unabhängigen Energieversorgung“, erklärt Weil.

In den kommenden Monaten sollen die Türme fertiggestellt und die weiteren Anlagenkomponenten montiert werden. Parallel dazu wird die elektrische Infrastruktur weiter ausgebaut und in Betrieb genommen. Nach aktueller Planung soll die erste Windenergieanlage im zweiten Quartal 2027 Strom ins Netz einspeisen.

Bauherrin ist die evm Windpark Schneifelhöhe GmbH & Co. KG. An dem Projekt sind die Energieversorgung Mittelrhein AG, die Stadtwerke Karlsruhe und die Thüga Erneuerbare Energien beteiligt.