

Nach übereinstimmenden Medienberichten hat der 25-Jährige am Donnerstag, 22. Oktober, vor dem Landgericht Trier eingeräumt, im April im Prümer Kurpark auf zwei Polizeibeamte geschossen zu haben. Über seinen Verteidiger ließ er erklären, dass er die Beamten weder verletzen noch töten wollte. Er bedauere die Tat und insbesondere die Verletzung einer Polizistin. Beide betroffenen Polizeibeamten erklärten vor Gericht, inzwischen wieder voll dienstfähig zu sein.
Nach eigenen Angaben leidet der Angeklagte an paranoider Schizophrenie. Wie der Trierische Volksfreund berichtet, habe der 25-Jährige vor Gericht erklärt, dass er sich massiv bedroht und verfolgt gefühlt habe. Seine Angst und Verwirrung hätten ihn beherrscht. Er habe nicht mehr gewusst, was richtig und falsch gewesen sei.
Bei dem Vorfall am 7. April hatte der Mann einem Polizisten während einer Kontrolle im Prümer Kurpark die Dienstwaffe entrissen und mehrere Schüsse abgegeben. Eine Polizistin wurde am Oberschenkel verletzt. Mehr als 300 Einsatzkräfte suchten nach dem Tatverdächtigen, der nach stundenlanger Fahndung in einem Waldstück festgenommen wurde (wir berichteten).
Aufgabe des Gerichts ist es nun, zu klären, inwieweit der Angeklagte zum Tatzeitpunkt schuldfähig war.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 25-Jährigen versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor. Der Angeklagte befindet sich weiterhin in einer psychiatrischen Einrichtung. Der Prozess soll am Donnerstag, 29. Oktober, fortgesetzt werden. Weitere Verhandlungstermine sind bis zum 30. November angesetzt.



