Nikolas Leube

Schüsse auf Polizisten in Prüm: 25-Jähriger gesteht zum Prozessauftakt

Prüm/Trier. Zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Trier hat der 25-jährige Angeklagte die Schüsse auf zwei Polizisten eingeräumt. Seine Schuldfähigkeit muss nun das Gericht klären.

Nach den Schüssen auf zwei Polizeibeamte am 7. April löste die Polizei in Prüm eine Großfahndung mit mehr als 300 Einsatzkräften aus. Der Tatverdächtige wurde nach stundenlanger Suche festgenommen.

Nach den Schüssen auf zwei Polizeibeamte am 7. April löste die Polizei in Prüm eine Großfahndung mit mehr als 300 Einsatzkräften aus. Der Tatverdächtige wurde nach stundenlanger Suche festgenommen.

Bild: Kevin Schößler/Archiv

Nach übereinstimmenden Medienberichten hat der 25-Jährige am Donnerstag, 22. Oktober, vor dem Landgericht Trier eingeräumt, im April im Prümer Kurpark auf zwei Polizeibeamte geschossen zu haben. Über seinen Verteidiger ließ er erklären, dass er die Beamten weder verletzen noch töten wollte. Er bedauere die Tat und insbesondere die Verletzung einer Polizistin. Beide betroffenen Polizeibeamten erklärten vor Gericht, inzwischen wieder voll dienstfähig zu sein.

Nach eigenen Angaben leidet der Angeklagte an paranoider Schizophrenie. Wie der Trierische Volksfreund berichtet, habe der 25-Jährige vor Gericht erklärt, dass er sich massiv bedroht und verfolgt gefühlt habe. Seine Angst und Verwirrung hätten ihn beherrscht. Er habe nicht mehr gewusst, was richtig und falsch gewesen sei.

Bei dem Vorfall am 7. April hatte der Mann einem Polizisten während einer Kontrolle im Prümer Kurpark die Dienstwaffe entrissen und mehrere Schüsse abgegeben. Eine Polizistin wurde am Oberschenkel verletzt. Mehr als 300 Einsatzkräfte suchten nach dem Tatverdächtigen, der nach stundenlanger Fahndung in einem Waldstück festgenommen wurde (wir berichteten).

Aufgabe des Gerichts ist es nun, zu klären, inwieweit der Angeklagte zum Tatzeitpunkt schuldfähig war.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 25-Jährigen versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor. Der Angeklagte befindet sich weiterhin in einer psychiatrischen Einrichtung. Der Prozess soll am Donnerstag, 29. Oktober, fortgesetzt werden. Weitere Verhandlungstermine sind bis zum 30. November angesetzt.