Frederik Scholl

Weitere Geldautomaten gesprengt

Weilerswist/Zülpich. In Weilerswist wurde in der Nacht ein weiterer Geldautomat gesprengt. Nach der Sprengung in Zülpich meldet sich die Kreissparkasse zu Wort.

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Nachdem Unbekannte in der Nacht zum Montag, 13. Juni einen Geldautomaten der Kreissparkasse im Beratungscenter in der Schumacherstraße in Zülpich gesprengt haben, ist es in der vergangenen Nacht zu zwei weiteren Sprengungen gekommen. In der Kölner Straße in Weilerswist wurde am frühen Morgen (Dienstag, 16. Juni, 2.52 Uhr) ein Geldautomat der Volksbank Rhein-Erft-Köln gesprengt. Durch die Wucht der Explosion wurde das auch als Wohngebäude genutzte Bauwerk in Mitleidenschaft gezogen. Zehn dort wohnende Personen mussten ihre Wohnungen verlassen. Eine Überprüfung eines Statikers führte zur Freigabe des Gebäudes. Alle Personen konnten zurück in ihre Wohnungen. Nach ersten Zeugenaussagen sollte es sich um zumindest drei Tatverdächtige gehandelt haben. Sie flüchteten mit einem hochmotorisierten dunklen Pkw. Zur eventuellen Beute können noch keine Angaben gemacht werden. Die polizeilichen Maßnahmen am Tatort sind zwischenzeitlich abgeschlossen.

Ebenfalls heute Morgen gegen 2 Uhr vernahm ein Zeuge in Vettweiß (Kreis Düren) einen lauten Knall. Er meldete wenig später einen aufgesprengten Geldautomaten nahe dem Rewe Markt in Vettweiß. Bislang unbekannte Täter öffneten mit einer Sprengladung die Front des freistehenden Automaten. Derzeit wird geklärt, ob die Täter überhaupt Beute machen konnten. Die Ermittlungen vor Ort dauern noch an. Wer zudem verdächtige Beobachtungen und Hinweise auf die Täter und deren Fluchtmittel geben kann, sollte sich an die Polizei in Düren unter 02421-949-6425 wenden.

KSK meldet sich zu Wort und informiert Kunden

Nach der Sprengung des Geldatomaten im KSK-Beratungscenter in Zülpich (https://www.wochenspiegellive.de/euskirchen/artikel/unbekannte-sprengen-bankautomat) hat die Kreissparkasse Euskirchen reagiert und sich zu Wort gemeldet. "Wir sind erleichtert, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind. Auch die Statik des Gebäudes ist nach aktuellem Sachstand nicht betroffen, sodass die Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren konnten." teilt Vorstandsvorsitzender Udo Becker mit.

"Natürlich geht es jetzt darum, die Bargeldversorgung vor Ort sicher zu stellen. Aus diesem Grund wird übergangsweise ein Container mit Geldautomaten in der Nähe der beschädigten Filiale aufgestellt. Einen genauen Termin können wir aktuell noch nicht nennen, allerdings wird dies voraussichtlich erst im Juli möglich sein. Bis dahin erstatten wir unseren Kunden die entstehenden Fremdgebühren, wenn diese sich an dem Geldautomaten eines anderen Kreditinstitutes in Zülpich mit Bargeld versorgen. Bitte sprechen Sie uns hierzu einfach an." so Vorstandsmitglied Holger Glück.

Die Privatkundenberatenden des Beratungscenters in Zülpich ziehen übergangsweise in das Beratungscenter Alleestraße in Euskirchen und stehen ihren Kundinnen und Kunden von dort aus für Beratung gerne zur Verfügung. Auch die in der Zülpicher Filiale ansässigen Gewerbekundenberater sind weiterhin für alle Fragen rund um die Finanzen da und beraten temporär aus den umliegenden Beratungscentern.

"Ein persönlicher Service ist im Beratungscenter Zülpich bis auf Weiteres nicht möglich. Bei allen Serviceanliegen hilft unser telefonisches Serviceteam, das S-DialogCenter, unter 02251/17-0 (wochentags von 8 - 19 Uhr) gerne weiter." ergänzt Vorstandsmitglied Wolfgang Krüger. Eine Übersicht aller für den persönlichen Service geöffneten Beratungscenter ist jederzeit unter ksk-eu.de/servicezeiten einsehbar.

"Die Safefächer im Zülpicher Beratungscenter sind von der Sprengung nicht beschädigt worden. Der Zutritt ist daher in den kommenden Tagen nach telefonischer Terminvereinbarung (02251/17-0) wieder möglich. Die Nutzung der Sparbuchschließfächer ist aktuell allerdings nicht möglich. Wir melden uns zur weiteren Vorgehensweise schriftlich bei allen Inhabern eines Sparbuchschließfachs." so Vertriebsdirektor Privatkunden Volker Zart.