Klaus Desinger

Erneut gefährlicher Trojaner im Umlauf

Bei der Idar-Obersteiner Kriminalinspektion gehen erneut vermehrt Meldungen ein wonach Firmen und Unternehmen Emails von angeblichen Bewerbern erhalten. In diesen Schreiben wird das Interesse an einem Beschäftigungsverhältnis oder einer Lehrstelle vorgetäuscht. Im Anhang befindet sich in der Regel eine „Zip-Datei“ welche entsprechend benannt ist. (Bewerbung, Bewerbungsunterlagen etc.)
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Wird diese Datei geöffnet infiziert eine Schadsoftware zunächst den Ursprungscomputer und verschlüsselt dort abgelegte Dateien. Auf dem Bildschirm erscheint nun ein Totenkopf und der Rechner ist gesperrt. Sollte der Computer, wie es bei Firmen üblich ist, in einem Netzwerk integriert sein, verbreitet sich die Schadsoftware selbstständig und legt das gesamte System lahm. Dort abgelegte Dateien werden in aller Regel unwiderruflich zerstört bzw. verschlüsselt.  System unwideruflich verschlüsselt Oft bieten die Täter gegen Zahlungen eines hohen Geldbetrages eine Entschlüsselungssoftware an. Die Zahlungen sollen hierbei mittels Bitcoins (digitale Münze) erfolgen. Eine entsprechende Handlungsanleitung wird mitgeliefert. Tipps der Polizei Die Kriminalpolizei rät: Bewerbungsschreiben nicht unbedacht und erst nach sorgfältiger Prüfung öffnen; Mitarbeiter auf diese Form der Bedrohung hinweisen; Sollte der Anhang geöffnet worden sein, den Computer sofort vom Netzwerk und der Stromversorgung trennen; erpresserischen Zahlungsaufforderungen nicht Folge leisten; regelmäßige Datensicherung auf einem gesicherten oder Netzwerk externen Server.


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