Robert Syska

Gemeinsam stärker: Tischler und Schreiner fusionieren

Hunsrück-Nahe. Die Innungen der Tischler und Schreiner aus den Landkreisen Bad Kreuznach, Birkenfeld und Rhein-Hunsrück-Kreis gehen künftig gemeinsame Wege.

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Der neu formierte Vorstand der fusionierten Innung will nun vor allem verstärkt um den Tischlernachwuchs werben.

Der neu formierte Vorstand der fusionierten Innung will nun vor allem verstärkt um den Tischlernachwuchs werben.

Foto: Kreishandwerkerschaft

Auf in die gemeinsame Zukunft: Die Tischler-Innung des Kreises Bad Kreuznach, die Tischler-Innung Simmern und die Schreiner-Innung für den Kreis Birkenfeld usionieren. In einer gemeinsamen Innungsversammlung wurde der Zusammenschluss einstimmig beschlossen und ein neuer Vorstand gebildet. Viele Amtsträger bleiben auch im neuen Vorstand aktiv, darunter auch der bisherige Simmerner Obermeister Thomas Klemm. und seine Stellvertreter Michael Martin, Volker Bernhard und Günter Bischof. Im Landesfachverband »Leben-Raum-Gestaltung Hessen Rheinland-Pfalz«, wo Klemm mit seinen Stellvertretern und zwei weiteren Beisitzern maßgebliches Mitspracherecht hat, tritt die neue Tischler-Innung Rhein-Nahe-Hunsrück nun als mitgliederstärkste auf.

Aber warum fusionieren Tischler und Schreiner? In den Tätigkeitsgebieten unterscheiden sich Tischler und Schreiner nicht, beide bauen alles rund um das Holzhandwerk: Treppen, Fenster, Türen, Möbel und Innenausbau. Die Bezeichnungen richten sich nach den unterschiedlichen Sprachregionen. In Nord-, West, und Ostdeutschland sowie in Österreich und Südtirol spricht man vom Tischler, im Ruhrgebiet, in Hessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz, in Baden-Württemberg und Bayern spricht man dagegen vom Schreiner. Für die neue gemeinsame Innung einigten sich die Beteiligten auf den Sprachgebrauch »Tischler.«

Gemeinsam will man besonders um den Nachwuchs werben. Die drei Gesellenprüfungsausschüsse in den Landkreisen bleiben erhalten. »Uns ist die Zusammenarbeit mit den einzelnen Berufsschulen sehr wichtig, ein Gesellenprüfungsausschuss in jeder Region stärkt diese Zusammenarbeit umso mehr, auch wenn wir in der Sache natürlich gemeinsam für unseren Nachwuchs werben«, betont Obermeister Thomas Klemm.