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Kirn: Fahrzeug durchbricht Geländer an Kieselbrücke

Dramatische und spektakuläre Szenen spielten sich am Sonntagabend auf der Kirner Kieselbrücke ab: eine Autofahrerin ist durch das Brückengeländer gefahren.
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Die 20-Jährige kam aus der Obersteiner Straße, bog nach links auf die Kieselbrücke ein und verlor auf der geraden Strecke die Kontrolle über ihren Kleinwagen. Dann schleuderte Sie im 90 Grad-Winkel zur Straße, genau zwischen zwei Pfosten des Geländers, so dass große Teile des Brückengeländers und des Fahrzeugs in die Nahe hinunterfielen. Beinahe Geländer komplett durchschlagen Passanten und Autofahrer eilten zur Hilfe, setzten einen Notruf ab und hielten das Fahrzeug fest. Die junge Fahrerin holten die Helfer über den Kofferraum ihres Fahrzeuges raus. Sie hatte Glück im Unglück, dass das Brückengeländer so massiv und mit einem Stahlseil verstärkt ist. Sie traf mit ihrem Kleinwagen genau zwischen den Pfosten auf, die A-Säulen wurden komplett eingedrückt. Wäre sie etwas schneller gewesen, hätte sie das Geländer komplett durchschlagen. Ein Rettungswagen brachte die leicht Verletzte ins Krankenhaus. Letzter Unfall erst 28 Tage her Erst vor 28 Tagen, an Ostersonntag, passierte hier ein Unfall, bei dem das Brückengeländer beschädigt wurde. Der Landesbetrieb Mobilität hatte sich schnell um die Behebung des Schadens gekümmert, das Geländer wurde vergangene Woche repariert. Der Unfall zog zahlreiche Schaulustige an, die eifrig mit dem Mobiltelefon fotografierten. „Wann packt es der Erste mit dem Fahrzeug durch das Geländer?“, „Sie hatte viel Glück gehabt, das hätte niemand überlebt“  und „Muss die Geschwindigkeit erst auf 30 oder sogar 20 km/h auf dem Brückenbauwerk eingeschränkt werden?“, wurde eifrig und viel an der Brücke, aber auch im Internet diskutiert. Das Fahrzeug der jungen Frau war dermaßen verformt,  dass es nur noch Schrottwert hatte. Für Niclas Spang von der LBM Bereitschaft war es bereits der vierte Einsatz zur Absicherung des beschädigten Kieselbrücken-Geländers nach einem Unfall. Mit Routine befestigte er den Sicherungszaun und schmunzelte: "Vielleicht sollten wir den hier stehen lassen, er war jetzt gerade eine Woche bei uns auf dem Lager". Das 2 x 1 Meter große Brückengeländer, das in der Nahe liegt, möchte er mit seinem Team diese Woche bergen. Die Landstraße wurde zur Bergung des Fahrzeuges rund 30 Minuten voll gesperrt.     Fotos: Schmitt