Klaus Desinger

Riesen-Gaudi beim Almabtrieb in Hahnenbach (Video)

Hahnenbach. Großes Interesse bei der Bevölkerung fand am Sonntag der alljährliche Almabtrieb in der Gemeinde Hahnenbach und dies trotz nasskaltem Herbstwetter.
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Almabtrieb in Hahnenbach.

Almabtrieb in Hahnenbach.

Foto: Sebastian Schmitt

Seit Jahrhunderten ist der Almabtrieb in den Alpen eines der wichtigsten Daten im bäuerlichen Jahreslauf! Das ganze Dorf feiert mit, wenn die mit handgebundenen Buschen, Bändern, Kränzen und Heiligentafeln geschmückten Almkühe ihren Weg in die heimatlichen Ställe antreten. Am Sonntag herrschte bei diesem Spektakel rund um das Gemeindehaus in Hahnenbach, von 10 bis 18 Uhr beste Stimmung bei einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm und musikalischer Unterhaltung. Seit über 20 Jahren holt die Familie Bambach im Herbst ihre Rinderherde von der Weide oberhalb der rechten Hahnenbachseite. Und bald wurde die Idee geboren, wie in den Alpen diese Rückführung mit einem kleinen Fest zu verbinden. Als Ort bot sich das alte Rathaus der Gemeinde an. Der Rückweg der Rinder führte dort vorbei über die steinerne Dorfbrücke zum Heimathof. So wurde der Platz vor dem alten Rathaus als Festgelände festgelegt. Vor dem eigentlichen Almabtrieb hatten die Helfer um Oliver Bambach am Vorabend die Tiere auf der Weide zusammengetrieben. Mehrere Tiere wurden anschließend mit Blumen- und Pflanzengebinden geschmückt. Dann war es endlich so weit. Schlag zwölf ging es für Mensch und Tier talwärts. Der kleine Trupp mit Oliver Bambach und Guido Müller an der Spitze und zwei Helfern als Nachhut erreichte mit der Herde die bereits ungeduldig wartende Zuschauerschar. In kurzer Zeit hatten die Rinder Vorplatz und Brücke überquert, und ab ging es in Richtung Stall. Einige Besucher begleiteten die Tiere bis zur Unterkunft. Zwölf Mutterkühe, zwölf Kälber und ein stattlichen Bullen zählt die Herde Limousins.


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