Jutta Kruft

Arbeitslosigkeit geht zurück

Die Agentur für Arbeit legt den Arbeitsmarktbericht für September vor. (Symbolfoto)

Die Agentur für Arbeit legt den Arbeitsmarktbericht für September vor. (Symbolfoto)

Bild: Agentur für Arbeit

Ahrweiler. Im Kreis Ahrweiler ist die Arbeitslosigkeit im September zurückgegangen. 2.882 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das sind 86 weniger als im August, allerdings 59 mehr als im September des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 4,0 Prozent gelegen.
Nach den saisonal bedingten Bewegungen während der Sommermonate zeigt sich damit im September eine leichte Belebung auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Im Laufe des Monats meldeten sich 734 Menschen arbeitslos, darunter 257 unmittelbar nach einer Erwerbstätigkeit. Gleichzeitig beendeten 819 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, 263 von ihnen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf.
„Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im September ist ein positives Signal, sollte aber nicht überbewertet werden“, sagt Stefanie Adam, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen. „Nach den Sommermonaten kommt üblicherweise wieder mehr Bewegung in den Arbeitsmarkt. Gleichzeitig liegt die Arbeitslosigkeit weiterhin über dem Vorjahresniveau. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben herausfordernd und die Unternehmen agieren bei Neueinstellungen nach wie vor vorsichtig.“
Auf der Stellenseite zeigt sich im September wenig Veränderung. Beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und des Jobcenters Ahrweiler gingen 121 neue Stellenmeldungen ein. Das sind vier weniger als im August und genauso viele wie im September des vergangenen Jahres.
Besonders gefragt sind Arbeitskräfte derzeit im Gesundheits- und Sozialwesen, bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen sowie in den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es im Handel und in der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, im Baugewerbe sowie im Verarbeitenden Gewerbe. Insgesamt waren im September 623 freie Stellen bei der Arbeitsagentur gemeldet.
„Trotz der verhaltenen wirtschaftlichen Entwicklung gibt es weiterhin Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region“, so Adam. „Gleichzeitig lohnt es sich für Unternehmen, stärker auf die Potenziale der eigenen Beschäftigten zu schauen. Nicht jede offene Stelle muss ausschließlich durch eine Neueinstellung besetzt werden. Weiterbildung kann dabei helfen, vorhandene Kompetenzen auszubauen und Mitarbeitende für neue oder veränderte Aufgaben zu qualifizieren.“
Unterstützung bietet dabei die Beschäftigtenqualifizierung im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Agentur für Arbeit Weiterbildungskosten übernehmen und Zuschüsse zum Arbeitsentgelt während einer Qualifizierung gewähren. Damit können Unternehmen ihre Beschäftigten auf veränderte Tätigkeiten, neue Technologien oder strukturelle Veränderungen vorbereiten und gleichzeitig Fachkräfte im eigenen Betrieb halten.
„Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist Weiterbildung eine Investition in die Zukunft“, betont Adam. „Unternehmen können damit vorhandenes Know-how sichern und gleichzeitig die Kompetenzen aufbauen, die sie künftig benötigen. Unser Arbeitgeber-Service berät Betriebe individuell dazu, welche Qualifizierungen sinnvoll sind und welche Fördermöglichkeiten infrage kommen.“
Für Beschäftigte und Arbeitsuchende können Weiterbildung und Qualifizierung ebenfalls neue berufliche Perspektiven eröffnen. Auch hier ist die Agentur für Arbeit die richtige Ansprechpartnerin, um zu passenden Angeboten und individuellen Fördermöglichkeiten zu beraten.