Simone Wunder

Inklusion bringt neue Fachkräfte-Perspektiven in den Kreis Ahrweiler

Vertreterinnen und Vertreter regionaler Unternehmen sowie der beteiligten Organisationen kamen in den Caritas Werkstätten in Sinzig zusammen, um sich über inklusive Beschäftigungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote für Unternehmen auszutauschen.

Vertreterinnen und Vertreter regionaler Unternehmen sowie der beteiligten Organisationen kamen in den Caritas Werkstätten in Sinzig zusammen, um sich über inklusive Beschäftigungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote für Unternehmen auszutauschen.

Bild: Bongart/Zukunftsregion Ahr e.V.

Sinzig. „Inklusion eröffnet Chancen – für Menschen ebenso wie für Unternehmen. Wer Vielfalt im Arbeitsalltag ermöglicht, stärkt nicht nur gesellschaftliche
Teilhabe, sondern gewinnt engagierte Mitarbeitende und neue Perspektiven für die eigene Zukunftsfähigkeit“, betont David Bongart, Geschäftsführer der Zukunftsregion Ahr e.V.. Mit diesem Leitgedanken fand die zweite Veranstaltung des Fachkräftezentrums Kreis Ahrweiler in den Caritas Werkstätten in Sinzig statt. 
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Inklusion im betrieblichen Alltag erfolgreich umgesetzt werden kann und welche konkreten Unterstützungsangebote Unternehmen dabei nutzen können. Vertreterinnen und Vertreter regionaler Unternehmen informierten sich über Beratungs- und Fördermöglichkeiten sowie über Wege zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung und Menschen im Rehabilitationsprozess.
David Bongart würdigte das Engagement des regionalen Unternehmers Michael Juchem für gelebte Inklusion in der Arbeitswelt. Dabei hob er hervor, dass die Getränke Michel GmbH im Jahr 2025 den Landespreis inklusion.plus in der Kategorie „Betriebe mit bis zu 100 Beschäftigten“ erhielt – eine Auszeichnung, die das besondere Engagement des Unternehmens eindrucksvoll unterstreicht. In der Getränke Michel GmbH sind ein Drittel der Mitarbeitenden Menschen mit anerkannter Schwerbehinderung.
Die Caritas Werkstätten stellten unter anderem das Integrationsmanagement XTERN vor. Das Angebot umfasst die Beratung und Begleitung von Beschäftigten, Angehörigen und Unternehmen sowie die Integration von Werkstattarbeitsplätzen in Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarktes. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten zur Vorbereitung und Qualifizierung für den allgemeinen Arbeitsmarkt, die Begleitung von Praktika und ausgelagerten Arbeitsplätzen sowie das „Budget für Arbeit“ vorgestellt.
Weitere Inhalte der Veranstaltung waren praktische Unterstützungsleistungen für Unternehmen, Rehabilitations- und Fördermöglichkeiten sowie Angebote zur
beruflichen Rehabilitation. Ergänzend präsentierte das Berufliche Trainingszentrum (BTZ) der FAW seine Beratungs- und Unterstützungsangebote.
Die Veranstaltung zeigte, dass das Interesse vieler Unternehmen an inklusiven Beschäftigungsmöglichkeiten wächst. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig
praxisnahe Begleitung, klare Fördermöglichkeiten und starke regionale Unterstützungsstrukturen für eine erfolgreiche Umsetzung im Unternehmensalltag sind. Genau dabei unterstützt das Fachkräftezentrum Kreis Ahrweiler gemeinsam mit seinen Partnern aus der Region.
 
Es folgen in diesem Jahr noch weitere Themenveranstaltungen für Unternehmen – die Termine stehen schon fest:
 23. Juni: Ausbildung und duales Studium, RheinAhrCampus Remagen
 8. September: Arbeitsmarktdrehscheibe
 3. November: Beschäftigtenqualifizierung und Fördermöglichkeiten