

Zu den Gästen gehörten auch Landrätin Julia Gieseking, Landrat Andreas Hackethal und der designierte Wittlicher Bürgermeister Prof. Dr. Jörn Patzak, der derzeit noch die Justizvollzugsanstalt Wittlich leitet. Einen Einblick in die Arbeit des Justizvollzugs gab zunächst Birgit Kunz de Boer, Behördenleiterin der Justizvollzugsschule. Dort werden Justizvollzugsbeamte für Rheinland-Pfalz und das Saarland ausgebildet. Außerdem befindet sich auf dem Gelände das Justizvollzugsmuseum.
Auf rund 80 Quadratmetern wird dort die Geschichte des Strafvollzugs seit 1902 dokumentiert. Diakon Thomas Reichert führte die Gruppe durch die Ausstellung und zeigte historische Arrestzellen, nachgebaute Arbeitsplätze sowie von Gefangenen angefertigte Waffen. Auch der Wandel im Strafvollzug und bei den Rechten von Gefangenen wird dargestellt.
Anschließend stellte sich das Projekt „Rückenwind“ vor, das sich an Angehörige von Strafgefangenen, insbesondere Partnerinnen und Kinder, richtet. Sie können von sozialer Ausgrenzung, Scham und Stigmatisierung betroffen sein. Das seit 15 Jahren bestehende Projekt bietet Beratung und Unterstützung und gilt in dieser Form als bundesweit einmalig.
Bei Kaffee und Kuchen aus der anstaltseigenen Bäckerei blickten die Teilnehmer anschließend auf die Geschichte des Runden Tisches zurück. Beate Stoff, eine der Mitbegründerinnen, moderiert das Netzwerk seit 25 Jahren.
Der RRT Eifel gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen tagt dreimal jährlich in Bitburg, Daun und Wittlich. Fachkräfte aus den drei Landkreisen tauschen sich dort über gesetzliche Entwicklungen, darunter die Istanbul-Konvention und das Gewalthilfegesetz, sowie über Erfahrungen und bestehende Hilfsangebote aus. Ziel ist es, die Zusammenarbeit über die Kreisgrenzen hinweg zu stärken und den Schutz von Menschen vor häuslicher Gewalt zu verbessern.




