Stephanie Baumann

40 Prozent zu schnell: Polizei zieht erschreckende Bilanz auf der A1 bei Wittlich

Wittlich. Bei einer Geschwindigkeitskontrolle im Baustellenbereich der A1 bei Wittlich hat die Polizei zahlreiche Verstöße festgestellt. Fast jeder zweite Fahrer war zu schnell unterwegs – die höchste gemessene Geschwindigkeit lag bei 177 km/h.

Bild: (Symbol): CanvaPro

Wittlich. Eine Geschwindigkeitskontrolle auf der A1 bei Wittlich hat am Montagmorgen (6. Juli) eine alarmierende Bilanz ergeben. Im Baustellenbereich in Fahrtrichtung Koblenz, in Höhe der Römischen Villa, registrierten die Zentralen Verkehrsdienste des Polizeipräsidiums Trier innerhalb von viereinhalb Stunden insgesamt 4.086 Fahrzeuge. 1.666 Fahrer überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h – das entspricht einer Beanstandungsquote von rund 40 Prozent.

Für 145 Verkehrsteilnehmer bleibt es nicht bei einem Bußgeld. Sie müssen zusätzlich mit Punkten im Fahreignungsregister in Flensburg sowie einem Fahrverbot rechnen. Besonders gravierend: Die höchste gemessene Geschwindigkeit betrug 177 km/h – mehr als doppelt so viel wie erlaubt.

Die Baustelle war nach sogenannten „Blow-ups“ eingerichtet worden. Ende Juni hatten sich infolge von Temperaturen von über 40 Grad Celsius Fahrbahnplatten angehoben. Deshalb musste die A1 zwischen dem Autobahnkreuz Wittlich und der Anschlussstelle Wittlich-Mitte vom 26. bis 28. Juni voll gesperrt werden. Inzwischen wurde die Fahrbahn provisorisch instand gesetzt. Ob der betroffene Abschnitt grundlegend saniert werden muss, wird derzeit geprüft.

Die Polizei weist darauf hin, dass Baustellen zu den besonders gefährlichen Bereichen im Straßenverkehr zählen. Verengte Fahrstreifen, geänderte Verkehrsführungen und Beschäftigte im unmittelbaren Fahrbahnbereich erforderten besondere Vorsicht. Überhöhte Geschwindigkeit erhöhe das Unfallrisiko erheblich und verschärfe mögliche Unfallfolgen.

Angesichts der hohen Zahl an Verstößen kündigt die Polizei an, die Einhaltung des Tempolimits in diesem Baustellenbereich weiterhin verstärkt zu kontrollieren.