

Mit dem Beginn des Frühjahrs wächst auf den Straßen die Gefahr von Wildunfällen deutlich. Wie die Polizei mitteilt, kommt es insbesondere in den Monaten März, April und Mai vermehrt zu Kollisionen mit Wildtieren. Allein in den ersten Monaten dieses Jahres wurden im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Wittlich bereits 165 Wildunfälle registriert.
Die meisten dieser Unfälle enden glimpflich und verursachen vor allem Sachschäden an den Fahrzeugen. Dennoch bleibt das Risiko für Verkehrsteilnehmer hoch – insbesondere in den Dämmerungsstunden am frühen Morgen und am Abend. Zu diesen Zeiten sind viele Tiere wie Rehe oder Wildschweine besonders aktiv.
Als typische Gefahrenstellen gelten Straßenabschnitte entlang von Waldrändern, Feldern sowie in der Nähe von Gewässern. Dort müssen Autofahrer jederzeit mit plötzlich querendem Wild rechnen.
Die Polizei ruft daher zu besonderer Vorsicht auf und gibt konkrete Verhaltenstipps: Verkehrsteilnehmer sollten stets vorausschauend fahren und auch außerhalb gekennzeichneter Bereiche mit Wild auf der Fahrbahn rechnen. Vor allem in der Dämmerung und bei Dunkelheit ist eine angepasste Geschwindigkeit entscheidend. Zudem empfiehlt es sich, jederzeit bremsbereit zu sein und den Fuß vom Gas zu nehmen.
Wenn ein Tier auf der Straße auftaucht, gilt: Abblenden, hupen und kontrolliert bremsen. Ein abruptes Ausweichmanöver sollte unbedingt vermieden werden, da es häufig zu schwereren Unfällen führt.
Kommt es dennoch zu einem Wildunfall, ist es wichtig, die Unfallstelle sofort abzusichern. Warnblinker einschalten und ein Warndreieck in ausreichendem Abstand aufstellen. Außerdem sollte immer die Polizei verständigt werden – auch dann, wenn das Tier geflüchtet ist oder der Schaden gering erscheint.
Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, gerade in den kommenden Wochen besonders aufmerksam und vorsichtig zu fahren, um die Zahl der Wildunfälle möglichst gering zu halten.




