Stephanie Baumann

Bernkastel-Kues für digitales Kulturerbe ausgezeichnet 

Bernkastel-Kues. Die Stadt Bernkastel-Kues ist für ihr Projekt „Spuren des Universalgelehrten Nikolaus von Kues in Bernkastel-Kues“ als KuLaDig-Kommune ausgezeichnet worden. Die Ehrung erfolgte beim KuLaDig-Netzwerktreffen Rheinland-Pfalz im Weingut Raddeck in Nierstein. Rund 120 Gäste aus Kultur, Tourismus, Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Ehrenamt nahmen an der Veranstaltung teil. Insgesamt wurden acht Kommunen und Initiativen ausgezeichnet.

(v.l.n.r.) Christine Brehm, SGD Süd; Florian Weber; KuLaDig-Projektleiter; Staatssekretärin Vanessa Fischer; Jörg Lautwein; Kerstin Lautwein, St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift; Claus Conrad, MGZ Bernkastel-Kues; Dr. Matthias Vollet, Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte, Gerhard Kluth, Cusanus-Geburtshaus; Prof. Dr. Hannes Kopf, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd.

(v.l.n.r.) Christine Brehm, SGD Süd; Florian Weber; KuLaDig-Projektleiter; Staatssekretärin Vanessa Fischer; Jörg Lautwein; Kerstin Lautwein, St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift; Claus Conrad, MGZ Bernkastel-Kues; Dr. Matthias Vollet, Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte, Gerhard Kluth, Cusanus-Geburtshaus; Prof. Dr. Hannes Kopf, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd.

Bild: SGD Süd

Im Mittelpunkt des Treffens standen die Digitalisierung des kulturellen Erbes und die Weiterentwicklung der Kulturlandschaften in Rheinland-Pfalz. KuLaDig steht für „Kultur.Landschaft.Digital“ und dokumentiert kulturhistorisch bedeutsame Orte und Zusammenhänge im gleichnamigen Online-Portal.

Cusanus-Weg wird digital erweitert

Bernkastel-Kues ist eine von sechs Modellregionen des Förderprojekts zur digitalen Erfassung und Präsentation von Kulturlandschaften in Rheinland-Pfalz. Im Schwerpunkt „Lebenswege der Geschichte – eine biografische Spurensuche“ steht das Leben und Wirken von Nikolaus von Kues, genannt Cusanus, im Mittelpunkt. Der 1401 in Kues geborene Philosoph, Theologe und Kirchenpolitiker gilt als bedeutender Vertreter des europäischen Mittelalters.

Das Projekt sieht eine digitale Erweiterung des bestehenden, rund 3,5 Kilometer langen Cusanus-Wanderwegs vor. Er führt zu historischen Orten, die mit dem Leben von Cusanus verbunden sind. Dazu zählen unter anderem sein Geburtshaus, die St.-Brixius-Kirche und das von ihm gegründete St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift.

Künftig sollen an den Stationen unter anderem QR-Codes, Filme und Audiobeiträge zusätzliche Informationen vermitteln. Besucher können damit direkt vor Ort historische Zusammenhänge und biografische Hintergründe abrufen.

An dem Projekt beteiligt sind unter anderem das St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift, das Geburtshaus und die Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte. Tourismus-Geschäftsführer Jörg Lautwein betonte bei der Auszeichnung die Bedeutung der digitalen Vermittlung historischer Orte. Staatssekretärin Vanessa Fischer aus dem Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur Rheinland-Pfalz sowie SGD-Süd-Präsident Prof. Dr. Hannes Kopf würdigten das Engagement der ausgezeichneten Kommunen und Initiativen.

Das KuLaDig-Kompetenzzentrum der SGD Süd unterstützt Kommunen und Ehrenamtliche bei der Umsetzung entsprechender Projekte. Das Portal wurde ursprünglich vom Landschaftsverband Rheinland in Nordrhein-Westfalen entwickelt. Rheinland-Pfalz beteiligt sich als Lizenznehmer und stellt eigene Inhalte bereit.