Stephanie Baumann

"Ihr könnt alles, was kommt!" - mehr als 80 junge Fachkräfte bei Lossprechungsfeier in Hetzerath

Hetzerath. Die Ausbildung ist geschafft, der Gesellenbrief in der Hand und der nächste Schritt kann kommen: Mehr als 80 junge Handwerkerinnen und Handwerker sind am 1. September, bei der Lossprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region (KH MEHR) im Bürgerhaus Hetzerath ins Berufsleben verabschiedet worden.

Die Prüfungsbesten der Lossprechungsfeier in Hetzerath zusammen mit Ausbildern und Vertretern der Handwerksinnungen.

Die Prüfungsbesten der Lossprechungsfeier in Hetzerath zusammen mit Ausbildern und Vertretern der Handwerksinnungen.

Bild: Kreishandwerkerschaft MEHR

Rund 200 Gäste – darunter Familien, Freunde, Ausbilder und Lehrkräfte – feierten gemeinsam mit den frischgebackenen Fachkräften ihren Abschluss.

Unter dem Motto „Ihr könnt alles, was kommt!“ wurde deutlich, dass die abgeschlossene Ausbildung weit mehr ist als das Ende einer Lernphase. Sie ist der Startpunkt für einen beruflichen Weg mit vielen Möglichkeiten. Von der Weiterbildung über den Meisterabschluss bis hin zur Übernahme von Verantwortung oder der eigenen Betriebsgründung stehen den jungen Fachkräften zahlreiche Wege offen.

In Hetzerath wurden mehr als 80 Gesellinnen und Gesellen aus sechs Handwerksberufen losgesprochen. Sie kommen aus den Bereichen Elektronik für Energie- und Gebäudetechnik, Tischler- und Schreinerhandwerk, Maler- und Lackiererhandwerk, Anlagenmechanik für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Kfz-Mechatronik sowie Zimmererhandwerk.

Dank an Ausbilder, Schulen und Familien

Kreishandwerksmeister Raimund Licht gratulierte den Nachwuchskräften zu ihrem erfolgreichen Abschluss und würdigte zugleich die Unterstützung, die hinter jeder abgeschlossenen Ausbildung steht. Ausbildungsbetriebe, Berufsschulen, Prüfungsausschüsse und nicht zuletzt Familien und Freunde begleiten die jungen Menschen über Jahre hinweg auf ihrem Weg.

Auch KH-MEHR-Geschäftsführer Christian Weirich machte auf die Perspektiven aufmerksam, die sich nach der Ausbildung eröffnen. Der Gesellenbrief könne der Anfang einer weiteren Qualifizierung sein – bis hin zum Meister und zur Selbstständigkeit.

Die Feier in Hetzerath war die dritte und letzte der diesjährigen Lossprechungsfeiern der KH MEHR. Insgesamt wurden bei den Veranstaltungen in Bitburg, Daun und Hetzerath 260 junge Fachkräfte in das Berufsleben verabschiedet. 43 von ihnen erzielten als Prüfungsbeste eine Gesamtnote von mindestens „gut“.

16 Prüfungsbeste in Hetzerath

Auch in Hetzerath gab es Grund zur besonderen Freude: 16 junge Fachkräfte wurden für ihre herausragenden Prüfungsergebnisse ausgezeichnet.

Bei den Elektronikern für Energie- und Gebäudetechnik gehörten Julian Matheus (Die Elektriker Werner Matheus und Manfred Bures, Neumagen-Dhron) und Marco Meter (NeuFra Elektro GmbH, Bekond) zu den Besten.

Im Bereich Tischler/Schreiner wurden Nele Bauerfeld (Schreinerei-Innenausbau Zimmer-Blasius, Morbach), Colyn Catherine Cayé (Unilux GmbH, Salmtal), Tim Oster (Schreinerei Heinz & Loos GmbH & Co. KG, Binsfeld) und Vivian Pesch (padati GmbH, Wittlich-Wengerohr) ausgezeichnet.

Bei den Malern und Lackierern für Gestaltung und Instandhaltung erreichten Lisa Scheiermann (Ambrosius+Benz Ingo Benz e.K., Wittlich) und Carmen Fiona Schömann (Dahm Malerdesign, Bernkastel-Kues) besonders gute Ergebnisse.

Die Auszeichnung als Prüfungsbeste bei den Anlagenmechanikern SHK erhielten Anna-Lena Kraff und Yannick Munzel (beide Schottler GmbH Energie- und Umwelttechnik, Salmtal) sowie Ben Hampel (Kälte-Klima Lehnerts & Müller GmbH, Wittlich).

Im Ausbildungsberuf Kfz-Mechatroniker für Personen- oder Nutzfahrzeugtechnik wurden Christian Baum (MAN Truck & Bus Deutschland GmbH, Wittlich) und Alexander Moritz (Auto Zentrum Gessinger, Mülheim an der Mosel) geehrt.

Bei den Zimmerern gingen die Auszeichnungen an Jannis Eul (Becker HDH GmbH, Wittlich), Moritz Herges (Oster Dach + Holzbau GmbH, Bernkastel-Andel) und Tim Müller (Zimmerei-Dachdeckerei Peter Nosbers, Hallschlag).

Für die jungen Gesellinnen und Gesellen beginnt damit nun ein neuer Abschnitt. Die Ausbildungszeit ist vorbei – das Lernen im Handwerk allerdings noch lange nicht. Mit ihrem Abschluss haben sie die Grundlage gelegt, um beruflich weiter aufzusteigen, sich zu spezialisieren oder irgendwann selbst Verantwortung für einen Betrieb und die nächste Generation von Auszubildenden zu übernehmen.

Alle Fotos des Abends in einer Bildergalerie zur Ansicht und Verlinkung: https://mehr.das-handwerk.de/news/bildergalerie/lossprechungsfeier-hetzerath-01092026