

Wie das Feuer ausgelöst wurde, gibt die Polizei derzeit nicht bekannt. Auch zu möglichen Tatverdächtigen oder den Hintergründen der Tat äußern sich die Ermittler nicht. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen dauern an.
Die Untersuchungen konnten erst mit Verzögerung beginnen. Während des Brandes waren Teile der Dachkonstruktion eingestürzt, sodass zunächst Einsturzgefahr bestand. Erst nachdem das Gebäude gesichert worden war, konnten die Brandermittler den ehemaligen Kinokomplex betreten und die Ursache des Feuers feststellen.
Der Großbrand hat den seit Jahren leerstehenden Gebäudekomplex schwer beschädigt. Das Innere des ehemaligen Kinos wurde nahezu vollständig zerstört. Große Teile des Dachstuhls stürzten ein, weite Bereiche der Dachkonstruktion brannten aus. Luftaufnahmen vom Tag nach dem Brand zeigen das Ausmaß der Schäden: Im Gebäude blieben größtenteils nur verkohlte Stahlträger und Mauerreste zurück. Auch die Außenfassaden weisen erhebliche Brandschäden auf.
Beim Brand in der vergangenen Woche waren mehr als 120 Einsatzkräfte über Stunden im Einsatz. Die verwinkelte Bauweise des Gebäudes und eingestürzte Gebäudeteile erschwerten die Löscharbeiten erheblich.
Den Einsatzkräften gelang es jedoch, ein Übergreifen der Flammen auf die unmittelbar angrenzenden Wohn- und Geschäftsgebäude zu verhindern. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner zeitweise aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Schloßstraße blieb während des Einsatzes weiträumig gesperrt.
Das ehemalige Kino sollte im Zuge der Entwicklung des Schloßquartiers ohnehin abgerissen werden. Nach Angaben der Polizei wird die Entsorgung der ausgebrannten und verkohlten Bausubstanz nun deutlich aufwendiger als bei einem regulären Abriss. Dadurch ist mit höheren Abbruchkosten zu rechnen.
Die Ermittlungen zur Brandstiftung dauern an.
Quelle: Kevin Schössler



