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Mit einer Moselweinbergpfirsisch-Blüte zum Sieg

Mosel/Region. 187 Teilnehmer aus der gesamten Moselregion beteiligten sich an der Foto-Challenge „Blütenblicke Mosel“ der Regionalinitiative „Faszination Mosel“. Die Fotografen  hatten ihre persönlichen Aufnahmen zum Thema „Blüte“ eingereicht. Die Gewinner stehen fest.
Blütenleuchten über Zell.

Blütenleuchten über Zell.

Bild: Angelika Hönings

„Nimm uns mit auf deine persönliche Reise durch die Moselregion und zeige ausdrucksstarke Pflanzen und Blüten“, lautete die Aufgabenstellung. Gesucht wurden Motive von blühenden Hecken, Bäumen, Blumen oder Wiesen – der Kreativität waren dabei kaum Grenzen gesetzt. Die Vielfalt der Einsendungen reichte von stimmungsvollen Landschaftsbildern bis zu detailreichen Nahaufnahmen einzelner Blüten und Pflanzen. Damit wurde deutlich, wie facettenreich das Thema fotografisch interpretiert werden kann. Für die Jury war entscheidend, wie überzeugend das Thema „Blüte“ umgesetzt wurde – unabhängig davon, ob dies im weiten Landschaftsbild oder im prägnanten Detail geschah.

Die Auswahl fiel entsprechend schwer. Die fünfköpfige Jury bewertete die Einsendungen nach mehreren Kriterien: Neben der fotografischen Qualität spielten Bildaufbau, technische Umsetzung sowie der erkennbare Bezug zum Wettbewerbsthema eine wichtige Rolle.

Den ersten Platz belegte Angelika Hönings mit einer Aufnahme der Blüte des Moselweinbergpfirsichs. Wenn sich im Frühjahr zahlreiche Weinberge in zartes Rosa hüllen, gehört dies zu den schönsten Naturerlebnissen der Region. Der rote Moselweinbergpfirsich ist eng mit der Kulturlandschaft der Mosel verbunden und eine typische Pflanze der Steillagen.

Der zweite Platz ging an Therese Sopp mit einem Bild der Weinbergstulpe. Die leuchtend gelbe Wildtulpe zählt zu den selten gewordenen Begleitpflanzen traditioneller Weinberge. Durch Veränderungen in der Bewirtschaftung und den Einsatz von Herbiziden sind ihre Bestände vielerorts zurückgegangen. Umso wertvoller ist ihr Vorkommen heute als Zeichen einer artenreichen Kulturlandschaft.

Den dritten Platz erreichte Heinz Less mit einer Makroaufnahme eines Schwalbenschwanz-Schmetterlings auf dem Blütenstand des Natternkopfs. Der auffällige Tagfalter und die nektarreiche Wildpflanze stehen sinnbildlich für die biologische Vielfalt der Mosellandschaft.

Einen Sonderpreis vergab die Jury an Barbara Schartz für die Aufnahme des seltenen Lochschlunds. Die unscheinbare Pflanze kommt in Deutschland nur noch an wenigen Standorten im Großraum Trier vor und wächst auf mageren, steinreichen Böden. Besonders bemerkenswert war der Fund an einem bislang nicht registrierten Standort nahe der Mosel.

Der Jugendpreis ging an Ewa Partyka für ihr Bild einer blühenden Kulturrose. Mit dieser Auszeichnung würdigte die Jury bewusst das Engagement der jungen Teilnehmerin, die davon träumt, später einmal Fotografin zu werden. Der Preis soll sie motivieren, ihre Leidenschaft für Fotografie und Natur weiter zu verfolgen.

Den Gewinnern winken attraktive Sachpreise.