gepostet von Julia Borsch

Mosel Musikfestival feiert Saisonende

Region. Das Mosel Musikfestival beendet die Jubiläumssaison 2025 mit drei besonderen Konzerten in Trier. Alle Informationen zu den Konzerten gibt es hier.

Das Jubiläumsjahr des Mosel Musikfestivals geht mit drei fulminanten Abschlusskonzerten in Trier zu Ende.

Das Jubiläumsjahr des Mosel Musikfestivals geht mit drei fulminanten Abschlusskonzerten in Trier zu Ende.

Bild: © Sebastian Reiter

Das größte und älteste Festival seiner Art - das Mosel Musikfestival - feiert in diesem Jahr 40-jähriges Bestehen (wir berichteten). Nach 60 Konzerten in der diesjährigen Saison geht das Festival in der kommenden Woche mit drei Konzerten zu Ende: Choreographin Elisabeth Schilling aus Wittlich gibt mit „Sensorial Symphonies“ am 1. Oktober ein Gastspiel in der Pauluskirche. Einen Abend später lädt dort die „Jazzrausch Bigband“ mit einer energiegeladenen Performance zum Club-Konzert. Den Klassik-Part des Schlussakkords gestalten am Nachmittag des 3. Oktober das Philharmonische Orchester der Stadt Trier, Bachchor und Sängerknaben mit Werken von Anton Bruckner und Hermann Suter in der Konstantin Basilika.


Elisabeth Schilling & Company - "Sensorial Symphonies"

  • Wann? Mittwoch, 1. Oktober, 19.30 Uhr
  • Wo? Pauluskirche Trier
  • Tickets gibt es hier.

Die in Wittlich geborene Choreographin lädt mit „Sensorial Symphonies“ am 1. Oktober zu einer besonderen Reise ein: Die Grenzgängerin zwischen Tanz, Musik, Philosophie und Natur stellt in ihrer aktuellen Arbeit nicht den Menschen, sondern das Pflanzenleben ins Zentrum. Ihre künstlerische Vision: Was wäre, wenn wir fühlen könnten wie Pflanzen? Dabei treffen in der Trierer Pauluskirche zugleich musikalisch scheinbar unvereinbare Welten aufeinander: Rachmaninows berührendes und virtuoses Klavierkonzert Nr. 2 verschmilzt mit einem eigens komponierten, klanglich fein verästelten Werk von Pascal Schumacher.

„Sensorial Symphonies“ ist ein Auftragswerk von „Les Théâtres de la Ville de Luxembourg“ – hier arbeitet Elisabeth Schilling als Associate Artist – und feiert am Grand Théâtre am 27. September seine Uraufführung. Die Förderung durch das Mehrspartenhaus des Großherzogtums, den Kultursommer Rheinland-Pfalz und die Stadt Trier ermöglicht es Elisabeth Schilling & Company, ihr neues Werk im Rahmen des Mosel Musikfestivals zu präsentieren. „Dieses überraschende Highlight zum Festivalfinale ist ein besonderer Ausdruck deutsch-luxemburgischer Kulturkooperation“, so Intendant Tobias Scharfenberger.


Club-Konzert mit der Jazzrausch Bigband - "For hevaen's sake"

  • Wann? Donnerstag, 2. Oktober, 21 Uhr
  • Wo? Pauluskirche Trier
  • Tickets gibt es hier.

Mit einer einzigartigen Mischung aus Jazz, elektronischer Musik und orchestralen Klängen verwandelt die Jazzrausch Bigband die Trierer Pauluskirche in einen pulsierenden Klangraum. Mit über 120 Konzerten pro Jahr zählt die 15-köpfige Techno-Bigband zu den erfolgreichsten Formationen ihrer Art weltweit. Die Münchner füllen renommierte Konzertsäle ebenso wie Clubs – und lassen Menschen von Nairobi bis New York tanzen.

Bei ihrem neuesten Projekt haben sich die Musiker:innen den ganz besonderen (akustischen) Herausforderungen eines Kirchenraumes angenommen. Nach ihrem begeisternden Auftritt beim Mosel Musikfestival 2022 im ehemaligen Bahnausbesserungswerk in Trier-West, kreiert die Band nun für die Pauluskirche mit „For heaven’s sake“ ein Klangkonzept, das alle Sinne fordert. Ein hybrides Beschallungssystem mit drahtlosen Kopfhörern ermöglicht es den Zuhörenden, sich frei im Raum zu bewegen und die Musik auf individuelle Weise zu erleben – mal unmittelbar, mal aus der Distanz, mal akustisch, mal verstärkt. Die Musiker:innen sind über den gesamten Kirchenraum verteilt, so dass die klassische Bühnensituation gänzlich aufgelöst und das Publikum Teil der Performance wird.


Klassik-Konzert am Nationalfeiertag - "Te Deum"

  • Wann? Freitag, 3. Oktober, 17 Uhr
  • Wo? Konstantin-Basilika, Ev. Kirche zum Erlöser, Trier
  • Tickets gibt es hier.

Der Klassik-Schlussakkord des diesjährigen Mosel Musikfestivals am 3. Oktober um 17 Uhr in der Konstantin-Basilika steht ganz im Zeichen der Lobpreisungen Gottes und der Schöpfung: Anton Bruckners „Te Deum“ zählt zu den bedeutendsten geistlichen Werken des Komponisten, das er selbst als den „Stolz seines Lebens“ bezeichnete. Hermann Suters „Le Laudi“ wird in Trier seine Erstaufführung feiern – eine klanggewaltige Vertonung des Sonnengesangs von Franz von Assisi. Beide Werke vereint die leidenschaftliche Hingabe an Musik und Spiritualität.

Sie werden vom Philharmonischen Orchester der Stadt Trier unter der musikalischen Leitung von Martin Bambauer, dem Bachchor Trier sowie den Trierer Sängerknaben aufgeführt. Als Solist:innen wirken Katharina Persicke (Sopran), Franziska Gottwald (Alt), Mario Lerchenberger (Tenor) und David John Pike (Bass) mit.