Mario Zender

Ab sofort drei Landtagsabgeordnete

Freut sich über die Wahl: MdL Jens Münster (CDU).

Jens Münster von der CDU (3. von rechts) wurde als Direktkandidat für den Kreis Cochem-Zell in den Landtag gewählt. Darüber freuen sich die B-Kandidatin Nicole Jobelius-Schausten, CDU-Fraktionsvorsitzende Steffi Balthasar-Schäfer, der 1. Kreisbeigeordnete Karl-Josef Mons, VG-Bürgermeister Wolfgang Lambertz sowie CDU-Kreistagsmitglied Thomas Welter.

Bild: Zender

Cochem.  Die CDU hat auch im Kreis Cochem-Zell bei der Landtagswahl die Nase vorn. Neben den Christdemokraten ist auch die AfD zufrieden aus der Wahl hervorgegangen. Enttäuschung hingegen bei der SPD. Dennoch werden gleich drei Abgeordnete aus Cochem-Zell dem neuen Landtag angehören.

Von Mario Zender
Die CDU und die AfD zählen zu den Gewinnern der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Auch im Wahlkreis Cochem-Zell spiegelt sich dieser Trend wider: Hier konnte sich CDU-Kandidat Jens Münster klar durchsetzen und das Direktmandat gewinnen. Er wird damit künftig den Wahlkreis im Mainzer Landtag vertreten. Münster erreichte bei den Wahlkreisstimmen rund 41 Prozent und lag damit deutlich vor seinem SPD-Herausforderer Benedikt Oster, der auf knapp 30 Prozent kam. Trotz dieser Niederlage im Wahlkreis zieht Oster dennoch in den Landtag ein – über die Landesliste der SPD.
In einer ersten Stellungnahme gegenüber dem WochenSpiegel sagte Jens Münster:
»Das ist wirklich ein schönes Ergebnis für die CDU – hier bei uns im Kreis, aber auch in ganz Rheinland-Pfalz. Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis und auch darüber, dass wir als CDU in Rheinland-Pfalz nach 35 Jahren wieder die stärkste Kraft sein werden. Das ist eine große Chance – auch für uns hier im Kreis Cochem-Zell in Eifel und Mosel. Und ja, jetzt geht es an die Arbeit. Jetzt müssen wir schauen, was wir aus dem Ergebnis in Mainz machen werden.«
Benedikt Oster (SPD) zeigte sich selbstkritisch: »Das ist eine sehr deutliche Niederlage, da braucht man gar nicht lange drum herumzureden. In dieser Deutlichkeit hätte ich das persönlich nicht erwartet. Auch hier im Kreis Cochem-Zell – auch wenn mein Erststimmenergebnis landesweit betrachtet noch halbwegs passabel ist – hätte ich mir deutlich mehr vorgestellt. Da gibt es nichts schönzureden. Sicherlich ist das nicht der Lohn für 15 Jahre Arbeit für unsere Region. Aber es gilt jetzt, nach vorne zu schauen. Der Wahlkampf wird aufgearbeitet werden, auch das gehört klar dazu.« Eines war Oster noch besonders wichtig: »Als fairer Demokrat gratuliere ich Jens Münster zum Direktmandat.« 
Bei den Landesstimmen zeigt sich ein ähnliches Bild: Auch hier liegt die CDU mit gut 41 Prozent klar vorn. Die SPD kommt auf rund 22 Prozent. Die AfD kann mit etwa 17,6 Prozent deutlich zulegen und gehört damit zu den stärksten Kräften im Wahlkreis. Die Grünen erreichen etwas über fünf Prozent, während FDP und kleinere Parteien wie die Freien Wähler, die Linke oder die Tierschutzpartei jeweils nur auf niedrige einstellige Ergebnisse kommen.
Im kommenden Landtag wird der Kreis Cochem-Zell so stark vertreten sein wie noch nie. Gleich drei Abgeordnete aus der Region werden dort tätig sein. Durch das hohe Ergebnis der AfD rückte deren Kandidat Ralf Kelch aus Grenderich über die Landesliste in den Landtag ein. In einer ersten Stellungnahme sagte er gegenüber dem WochenSpiegel: »Wir sind sehr zufrieden, dass wir mit 24 Abgeordneten in den Landtag einziehen werden.«
Bericht folgt!