Simone Wunder

Arbeitslosigkeit geht zurück

Herbst bringt leichte Bewegung in den Arbeitsmarkt.
Die Agentur für Arbeit legt den Arbeitsmarktbericht für September vor (Symbolfoto).

Die Agentur für Arbeit legt den Arbeitsmarktbericht für September vor (Symbolfoto).

Bild: Agentur für Arbeit

Cochem-Zell. Im Kreis Cochem-Zell ist die Arbeitslosigkeit im September zurückgegangen. 1.096 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das sind 53 weniger als im August und 48 weniger als im September des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 3,3 Prozent gelegen.
Nach den saisonal bedingten Bewegungen während der Sommermonate zeigt sich damit im September eine leichte Belebung auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Im Laufe des Monats meldeten sich 258 Menschen arbeitslos, darunter 98 unmittelbar nach einer Erwerbstätigkeit. Gleichzeitig beendeten 312 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, 96 von ihnen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf.
„Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im September ist durchaus positiv zu bewerten“, sagt Stefanie Adam, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen. „Nach den Sommermonaten kommt üblicherweise wieder mehr Bewegung in den Arbeitsmarkt. Erfreulich ist, dass die Arbeitslosigkeit in Cochem-Zell auch unter dem Vorjahresniveau liegt. Dennoch bleiben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen herausfordernd und die Unternehmen agieren bei Neueinstellungen weiterhin vorsichtig.“
Auf der Stellenseite zeigt sich diese Zurückhaltung deutlicher. Beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und des Jobcenters Cochem-Zell gingen 76 neue Stellenmeldungen ein. Das sind 26 weniger als im August und 25 weniger als im September des vergangenen Jahres.
Besonders gefragt sind Arbeitskräfte derzeit bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, im Baugewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es im Handel und in der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, im Verarbeitenden Gewerbe sowie in den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen. Insgesamt waren im September 531 freie Stellen bei der Arbeitsagentur gemeldet.
„Trotz der verhaltenen wirtschaftlichen Entwicklung gibt es weiterhin Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region“, so Adam. „Gleichzeitig lohnt es sich für Unternehmen, stärker auf die Potenziale der eigenen Beschäftigten zu schauen. Nicht jede offene Stelle muss ausschließlich durch eine Neueinstellung besetzt werden. Weiterbildung kann dabei helfen, vorhandene Kompetenzen auszubauen und Mitarbeitende für neue oder veränderte Aufgaben zu qualifizieren.“
Unterstützung bietet dabei die Beschäftigtenqualifizierung im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Agentur für Arbeit Weiterbildungskosten übernehmen und Zuschüsse zum Arbeitsentgelt während einer Qualifizierung gewähren. Damit können Unternehmen ihre Beschäftigten auf veränderte Tätigkeiten, neue Technologien oder strukturelle Veränderungen vorbereiten und gleichzeitig Fachkräfte im eigenen Betrieb halten.
„Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist Weiterbildung eine Investition in die Zukunft“, betont Adam. „Unternehmen können damit vorhandenes Know-how sichern und gleichzeitig die Kompetenzen aufbauen, die sie künftig benötigen. Unser Arbeitgeber-Service berät Betriebe individuell dazu, welche Qualifizierungen sinnvoll sind und welche Fördermöglichkeiten infrage kommen.“
Für Beschäftigte und Arbeitsuchende können Weiterbildung und Qualifizierung ebenfalls neue berufliche Perspektiven eröffnen. Auch hier ist die Agentur für Arbeit die richtige Ansprechpartnerin, um zu passenden Angeboten und individuellen Fördermöglichkeiten zu beraten.