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Jungwinzer aus Briedel bundesweit vorn

Briedel. Moritz Kroth aus dem Weinanbaugebiet Mosel gehört zu den besten Nachwuchs-Winzern der Bundesrepublik.
Der Jungwinzer aus Briedel stellte sein Fachwissen unter Beweis und punktete beim Berufswettbewerb.

Der Jungwinzer aus Briedel stellte sein Fachwissen unter Beweis und punktete beim Berufswettbewerb.

Bild: Knofe/Schorlemer Stiftung

Moritz Kroth hatte sich für den Bundesentscheid des Berufswettbewerbs der deutschen Landjugend 2023 qualifiziert. Bei den deutschen Jugendmeisterschaften der Grünen Berufe waren bundesweit knapp 10.000 junge Menschen am Start, deren beste sich im Juni zum Weinbau-Finale in Essenheim (Rheinland-Pfalz) trafen.

Dort musste Moritz Kroth, der auf dem Weingut der Hochschule Geisenheim den Beruf des Winzers erlernt, in Berufstheorie und -praxis seine Kenntnisse beweisen. Auch sein Allgemeinwissen – von erneuerbaren Energiequellen bis zu europäischen Hauptstädten – und seine Präsentationsfähigkeiten waren gefragt. Er war als Redner auf einer fiktiven »Fachmesse über innovative Produktion in der Landwirtschaft« eingeladen. Seine Aufgabe: Im Team einen Vortrag darüber zu halten, welche digitalen Technologien auf dem eigenen Weingut eingesetzt werden oder geplant sind.

Ging es in der Berufstheorie unter anderem um Weinbergbegrünung, Pflanzennährstoffe und Bodenerosionen in Folge des Klimawandels, musste Moritz Kroth im Praxiswettbewerb auf dem Weingut Braunewell einen neuen Weinberg anpflanzen und einen halbtrockenen Weißweincuvée herstellen.

Der Briedeler hielt den kritischen Blicken der Prüfenden stand und vereinte am Ende 70,60 Punkte auf sich. Das ist Rang 11 in der Top 16 der bundesweit besten Auszubildenden seines Fachs und zeigt, dass Moritz Kroth den Weinbau der Zukunft gestalten kann und will. In den fast fünf Monaten seit Beginn des Berufswettbewerbs habe er viele Erfahrungen gesammelt, die ihn persönlich voranbringen, sagt er rückblickend.

Als einer der Besten aus Rheinland-Pfalz ging es Moritz Kroth weniger darum, sich zu beweisen, als um den Blick über den Tellerrand. Der hat ihm nicht nur neues Wissen und Selbstbewusstsein gebracht, sondern auch ein Netzwerk, mit dem sich berufliche Herausforderungen besser meistern lassen.

Für die Ausbildung zum Winzer hatte er sich vor allem entschieden, weil seine Eltern seit Generationen ein familiengeführtes Weingut an der Mosel betreiben. Schon als Kind stand für ihn fest, dass er den Beruf als Winzer erlernen möchte. Das ist für ihn »persönlich der schönste Beruf«, den er sich vorstellen kann. Im Anschluss plant der junge Mann, Weinbau und Önologie zu studieren. Danach möchte er Berufserfahrung sammeln und in Zukunft den elterlichen Betrieb übernehmen.

Beim Berufswettbewerb der deutschen Landjugend 2023 hat er bewiesen, dass er Verantwortung übernehmen kann und will. Das gilt für Moritz Kroth wie für alle, die am Bundesentscheid teilgenommen haben. Die jungen Leute aus Tier- und Forstwirtschaft, Weinbau, Land- und Hauswirtschaft zeigten, wie vielseitig, anspruchsvoll und modern ihre Berufe sind.

»Das Leistungsniveau beim Bundesentscheid war enorm. Mindestens genauso beeindruckt haben Zusammenhalt und das Miteinander bei diesem Wettbewerb«, lobt Theresa Schmidt, Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend e.V., die grünen Nachwuchsstars. »Sie werden die Zukunft der Branche bestimmen.«

Weitere Informationen zum Berufswettbewerb unter: www.landjugend.de


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