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„Blut fehlt oft an allen Enden“
Ulf Hürtgen, der erste Bürger der Römerstadt, hatte im Vorfeld öffentlichkeitswirksam bekanntgegeben, dass er die Blutspende des Roten Kreuzes nicht nur ideell und moralisch, sondern auch mit eigenem Lebenssaft unterstützen wolle. Das nahmen sich offensichtlich eine ganze Reihe Römerstädter zum Vorbild.
Viele Kurzentschlossene kamen
„Es ist wunderbar, wie viele Leute sich doch noch – und das auch kurzfristig - dazu entschieden haben, zur Blutspende zu kommen“, freute sich Thomas Heinen, Rot-Kreuz-Gemeinschaftsleiter in Zülpich. Heinen hatte die Spende zusammen mit dem Ortsvereinsvorsitzenden Lothar Henrich organisiert und gemeinsam mit dem Schirmherrn, Bürgermeister und zweitem Rotkreuz-Vorsitzenden Ulf Hürtgen kräftig die Werbetrommel gerührt. Vier Mal im Jahr findet eine Blutspende im Zülpicher Forum statt, zwei Mal im Pfarrzentrum St. Peter und einmal im Sankt-Nikolaus-Stift Füssenich. Meist kommen dabei um die 1200 Spender pro Jahr zusammen. Die Spenden finden meist von 15.30 bis 20 Uhr statt, im Sankt-Nikolaus-Stift sind die Zeiten an den Schulbetrieb des Berufskollegs angepasst. Dort wird meist von 9 bis 13 Uhr Lebenssaft bei den freiwilligen Lebensrettern „abgezapft“. Denn Blutspender sind tatsächlich Lebensretter. „Blutspenden sind unersetzbar und unglaublich wichtig. Ohne ausreichend Blutkonserven können keine Operationen und Krebstherapien stattfinden. Menschliches Blut ist nicht synthetisch herstellbar und durch nichts zu ersetzen“, so Thomas Heinen. Darum ist es wichtig, dass Blutspendetermine, gerade im Sommer, gut besucht werden. Lothar Henrich und Thomas Heinen lassen sich deshalb mit ihren Mittstreitern im Ortsverein seit anderthalb Jahrzehnten motivierende öffentlichkeitswirksame Sammelspenden einfallen. Mal sind es die zahlreichen Schützenvereine der Römerstadt, die zum kollektiven Aderlass auffordern, manchmal Prinz, Jungfrau und Bauer samt Anhang und Gefolge, dann wiederum die Pastöre und Kirchenfunktionäre – und diesmal der Bürgermeister in höchsteigener Person. Nach erfolgreicher Anmeldung muss vor Ort ein ärztlicher Fragebogen ausgefüllt werden, um zu klären, ob der Spender wirklich gesund und tauglich ist. Dann kann es losgehen.Schirmherr spendet regelmäßig
Bürgermeister Ulf Hürtgen hatte im Vorhinein per Presseaufruf, im Rathaus, der Politik und privat die Werbetrommel gerührt, denn für ihn ist das Ganze eine „Herzensangelegenheit“, wie er betonte. Als zweiter Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Zülpich setzt er sich seit Jahren für die Belange des Roten Kreuzes und seiner Schutzbefohlenen ein. Er ist auch regelmäßiger Blutspender, „so zwei, dreimal im Jahr“. „Nicht nur wegen der tollen fähigen Truppe im Rotkreuz-Ortsverein ist das Ganze eine gute Sache“, so Hürtgen. Gerade jetzt zu Beginn der Sommerferien seien Blutspenden sinnvoll: „Viele Leute sind im Urlaub, es fehlen also Spender und folglich Blut.“ Auch Ortsvereinsvorsitzender und Mitorganisator Lothar Henrich war vor Ort und kontrollierte, ob alles gut und sicher funktionierte. Mit einem sehr guten Hygienekonzept war das Ganze auch gefahrlos für die Spender und das Zülpicher Rote Kreuz kann auf insgesamt 254 erschienene Blutspender, davon 17 Erstspender, zurückblicken. Trotz des Erfolges wird Blut immer gebraucht und jeder, der kann, ist aufgerufen, mitzuhelfen und Leben zu retten. Der nächste Spendetermin ist am Donnerstag, 15. Juli, im Pfarrzentrum Zülpich. Eine Anmeldung kann ganz einfach im Web unter www.blutspende.jetzt.de erfolgen. pp/Agentur ProfiPressKreis Euskirchen
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