Michael Nielen

Vorläufige Bilanz zum Jahreswechsel: Mehr Einsätze als im Vorjahr

Kreis Euskirchen. Die Silvesternacht war für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste im Kreis Euskirchen arbeitsreich, verlief jedoch ohne gravierende Zwischenfälle.
Einsatzintensiv, aber ohne schwerwiegende Vorfälle, verlief die Silvesternacht nach einer vorläufigen Bilanz der Polizei.

Einsatzintensiv, aber ohne schwerwiegende Vorfälle, verlief die Silvesternacht nach einer vorläufigen Bilanz der Polizei.

Bild: Pixabay

Zwischen Dienstag, 31. Dezember, 18 Uhr, und Mittwoch, 1. Januar, 6 Uhr, verzeichnete die Polizei insgesamt 42 Einsätze mit Silvesterbezug – zehn mehr als im Vorjahr.

Bereits am frühen Abend kam es in Mechernich zu einem Zwischenfall, als drei Unbekannte in der Nesselrodestraße mit Feuerwerkskörpern hantierten und einer von ihnen mit einer Schreckschusswaffe in die Luft feuerte. Ein Zeuge, der die Gruppe ansprach, wurde daraufhin bedroht. Die Täter flohen mit zwei Fahrzeugen.

In Euskirchen wurden in der Neustraße und der Berliner Straße durch Böller mehrere Schaufensterscheiben und Werbetafeln beschädigt. Später in der Nacht traf es dort auch eine mobile Toilette, die durch eine Explosion zerstört wurde. In allen Fällen ermittelt die Polizei wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion.

Gegen 1.50 Uhr ereignete sich im Stiftsweg in Mechernich ein Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss. Ein 34-jähriger Fahrer aus Schleswig-Holstein verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Ein Atemalkoholtest ergab 2,28 Promille. Der Mann war nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis.

Zwei Männer wurden in Euskirchen in Gewahrsam genommen, weil sie trotz Platzverweis erneut Pyrotechnik zündeten und sich gegenüber Polizeibeamten aggressiv verhielten.

Feuerwehren mussten 17 mal ausrücken

Auch die Feuerwehren im Kreis Euskirchen hatten einiges zu tun. In Bad Münstereifel brannte eine Gartenlaube vollständig nieder, in Zülpich kam es zu einem Flächenbrand sowie einem Feuer in einem leerstehenden Wohnhaus. Mehrere kleinere Brände, beschädigte Briefkästen und Mülltonnen sowie durch Böller zerstörte Fahrzeuge wurden ebenfalls gemeldet.

Insgesamt musste die Leitstelle 58 Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst koordinieren – deutlich mehr als in einer gewöhnlichen Nacht. 23 davon standen direkt im Zusammenhang mit den Silvesterfeierlichkeiten.

Erfreulich ruhig blieb es dagegen in Nettersheim, Blankenheim und Dahlem – dort gab es keine silvesterbedingten Einsätze.

Aus Sicht der Polizei verlief die Nacht trotz der hohen Zahl an Einsätzen „einsatzintensiv, aber ohne schwerwiegende Vorfälle“. Die Zahlen der vorläufigen Bilanz können sich allerdings noch ändern.


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