Frederik Scholl

Auf dem besten Weg zu alter Pracht

Zülpich. Auf der Römerallee wurden die ersten 68 Schwammstadt-Bäume gepflanzt. Der Bund fördert die klimafreundliche Maßnahme mit rund 2,1 Millionen Euro.
Insgesamt 68 Feldahornbäume wurden in der vergangenen Woche nach dem so genannten Schwammstadt-Prinzip auf der Römerallee im Abschnitt zwischen dem Kreisverkehr an der B265/Villa Rustica und der Industriestraße gepflanzt.

Insgesamt 68 Feldahornbäume wurden in der vergangenen Woche nach dem so genannten Schwammstadt-Prinzip auf der Römerallee gepflanzt. Foto: Stadt Zülpich / Torsten Beulen

Bild: Stadt Zülpich / Torsten Beulen

Die Bauarbeiten zur Sanierung und Neugestaltung der Römerallee in Zülpich sind in vollem Gange. Die Maßnahme dient nicht nur dem Erhalt der Leistungsfähigkeit für den Kraftfahrzeugverkehr von einer der wichtigsten und am stärksten befahrenen Straßen in der Zülpicher Kernstadt, die Römerallee soll zugleich auch fahrradfreundlicher gestaltet und ihr Charakter als Allee wiederhergestellt werden.

Die Tiefbauarbeiten inklusive Erneuerung aller Versorgungsleitungen auf dem ersten, etwa 625 Meter langen Abschnitt zwischen dem Kreisverkehr an der B265/Villa Rustica und der Industriestraße biegen allmählich auf die Zielgerade ein. Dort wurden kürzlich insgesamt 68 Feldahornbäume nach dem so genannten Schwammstadt-Prinzip gepflanzt. Das Schwammstadt-Prinzip ermöglicht Bäumen in der Stadt die gesunde Entwicklung auch auf befestigten Flächen. Dabei wird das anfallende, unverschmutzte Niederschlagswasser gezielt den Baumstandorten zugeleitet, die besonders große Baumgruben erhalten, wo das Regenwasser gut zurückgehalten werden kann. Damit werden die Bäume besser mit Wasser versorgt und sind resistenter in Trockenperioden.

Gleichzeitig wird durch das Schwammstadt-Prinzip das Kanalsystem entlastet. Im Zuge der Neugestaltung werden auf der gesamten Römerallee – also bis zum Kreisverkehr am Kölntor – insgesamt bis zu 140 Bäume gepflanzt. Sie sollen nicht zuletzt auch die Freiraum- und Aufenthaltsqualität für Anwohner, Fußgänger und Fahrradfahrer erheblich verbessern. Bis die »neue« Römerallee ihre volle Pracht entfaltet, wird es freilich noch etwas dauern, denn die jungen Bäume müssen natürlich noch wachsen und gedeihen. Stadtplaner Christoph M. Hartmann ist aber schon jetzt begeistert von der Entwicklung: »Der alleeartige Charakter, den die Römerallee bekommen wird, ist schon jetzt gut zu erkennen.«

»Schön, dass es hier nun sichtbar weitergeht«, sagt Bürgermeister Ulf Hürtgen. »Mit der Neugestaltung der Römerallee geht ein langgehegter Wunsch vieler Zülpicherinnen und Zülpicher in Erfüllung. Auch ich freue mich, dass sie schon bald ihren Charakter als prachtvolles Entree zur Zülpicher Kernstadt zurückerlangen wird.«

Die Arbeiten auf dem ersten Teilstück dauern voraussichtlich noch bis Ende Mai. Der Baubeginn für die Sanierung und Neugestaltung des nächsten Abschnitts zwischen den Kreisverkehren Industriestraße und Neusser Straße/Hertenicher Weg ist für Herbst dieses Jahres geplant.