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Weyerer Blömche blühen seit 50 Jahren
Vor 50 Jahren gründete sich die Karnevalsgesellschaft Weyerer Blömche 1971. Zur Gründung fanden sich damals 44 Personen in der ehemaligen Gaststätte Müsch ein. Die Blömche können auf ein bewegtes Vereinsleben zurückblicken, das allerdings in dieser Session wegen der Corona-Pandemie komplett zum Erliegen kommt. »Wir Blömche hatten auch in der Vergangenheit schon das ein oder andere Tief zu bewältigen. Das schaffen wir auch in diesem Jahr«, sagt Michael Hochgürtel, Schriftführer des Vereins und ehemaliger Bauer im Dreigestirn.
Erster Zoch ging noch am Rosenmontag
Bereits im Gründungsjahr wurde ein Zug mit acht Wagen, Fußgruppen und Musikkapellen auf die Beine gestellt, der damals noch am Rosenmontag ging. Im Folgejahr verlegte man den Zoch wegen der großen Rosenmontagszüge in den Nachbarorten,auf den Tulpensonntag. Seit der ersten Sitzung der Blömche, die vor 44 Jahren im Jahr 1977 über die Bühne ging, gibt es auch ein Männerballett. »Mittlerweile tanzen sogar zwei Männerballette unter der rot-gelb-grünen Fahne - ein Männerballett Anno Pief mit den betagteren Herren und eine A-Jugend«, so Hochgürtel weiter. Eine richtige Tanzgarde gründete sich erst ein Jahr später. Seit 1984 ist man stolz auf eine wunderbare Kindersitzung, welche der Verein »mit Pänz für Pänz« veranstaltet.Schockstarre - die Kneipe schließt
Die Schließung der letzten Dorfkneipe im Jahr 2004 versetzte die Blömche sogar in eine Art Schockstarre. Aufgrund fehlender Räumlichkeiten konnte im Jahr 2005 ausschließlich der Karnevalszug stattfinden. Ab dem Jahr 2006 feierten die Weyerer Karnevalisten das bunte Treiben dann für sechs Jahre in angemieteten Zelten. »Da hielt uns der Sturm Kyrill im Jahr 2007 und mancher starke Schneefall ständig in Atem!« berichtet Björn Wassong, der den Verein bereits seit 2005 leitet. 2012 fielen den Narren dann manche Steine vom Herzen. Als erster Verein durfte die KG noch vor der offiziellen Einweihung die neuerrichtete Bürgerhalle nutzen.Anno Pief-Sitzung
»Eine richtig schöne Karnevalssitzung, wie früher mit ruhigen Tönen und trotzdem hervorragender Stimmung sollte es sein!« - so umschreibt Björn Wassong die Geburtsstunde der Nostalgiesitzung »Anno Pief«, die im November 2018 sehr erfolgreich über die Bühne ging. »Unsere Misere begann schon am Tulpensonntag 2020«, so Björn Wassong. Denn an diesem Tag musste der Karnevalszug wegen Sturm abgesagt werden.Weyerer Jecken lassen sich nicht unterkriegen.
»Auch wenn der Karneval 2021 nicht wie gewohnt stattfinden kann, wird es kleine Aktionen geben«, versprechen Hochgürtel und Wassong. Die Kamelle müssen noch unters Volk, ebenso soll es einen Sessionsorden zum Jubiläum geben. Zudem die KG mit Unterstützung des NRW-Heimat-Schecks zwei Blumen-Bänke entlang des eigentlichen Zugweges auf. Diese werden die Karnevalisten bepflanzen und pflegen, sowie mit karnevalistischen Symbolen versehen.Schleiden
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