Michael Nielen

Wiederaufbau bleibt Mammutaufgabe

Kall. Die Gemeinde Kall lädt zu einer Bürgerversammlung ins Haus der Begegnung ein.

Eine Bürgerveranstaltung mit Infos rund um den Wiederaufbau findet im Kaller Haus der Begegnung statt.

Eine Bürgerveranstaltung mit Infos rund um den Wiederaufbau findet im Kaller Haus der Begegnung statt.

Bild: Archivfoto: Gemeinde Kall

Fast fünf Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe ist der Wiederaufbau in Kall noch immer eines der beherrschenden Themen. Straßen, Brücken, öffentliche Gebäude und Schutzkonzepte – vieles ist bereits angestoßen, manches noch in Planung. Wie der aktuelle Stand ist und welche Schritte als Nächstes anstehen, darüber informiert die Gemeinde am Donnerstag, 5. März, um 18.30 Uhr im Haus der Begegnung, Bahnhofstraße 11.

»Mir ist es wichtig, die Bürgerinnen und Bürger aus erster Hand über den Stand des Wiederaufbaus zu informieren und sie in den Prozess einzubinden«, betont Bürgermeister Emmanuel Kunz im Vorfeld der Veranstaltung. Zum Auftakt wird Manfred Poth, Projektleiter Wiederaufbau im Rathaus, die rechtlichen Grundlagen erläutern. Denn der Wiederaufbau kommunaler Infrastruktur folgt klaren gesetzlichen Vorgaben und ist eng an Förderbedingungen von Bund und Land geknüpft. Zudem stellt die Verwaltung die Struktur des Wiederaufbau-Teams und dessen Aufgaben vor.

Im Mittelpunkt steht der bewilligte Wiederaufbauplan. Die Gemeinde gibt einen Überblick über den Stand der einzelnen Projekte und erläutert anhand ausgewählter Projektdatenblätter, wie Planung, Genehmigung und Umsetzung konkret ablaufen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Abends ist der Starkregen- und Hochwasserschutz. Nach aktueller Rechtslage können auch präventive Maßnahmen aus dem Wiederaufbaubudget finanziert werden. Das Land Nordrhein-Westfalen hat diesen Anteil auf bis zu zehn Prozent des bewilligten Gesamtbudgets begrenzt. Für Kall bedeutet das: Rund 10 Millionen Euro stehen für zusätzliche Schutzmaßnahmen zur Verfügung. Mehrere Projekte wurden bereits vorgeprüft und als grundsätzlich förderfähig eingestuft. Die Gemeinde setzt auf eine rege Beteiligung und den offenen Austausch mit der Bürgerschaft. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


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