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Ein Fest mit Zukunft

Das "70. Stein- und Burgfest" in Mayen, das von Freitag bis Sonntag, 10. bis 12. September, stattfindet, steht im zweiten Jahr in Folge unter den Vorzeichen der Corona-Pandemie. Das Programm ist dementsprechend angepasst, um dem Flair des Traditionsfestes gerecht zu werden.
1952 hatte der Geschichts- und Altertumsverein für Mayen und Umgebung das Stein- und Burgfest ins Leben gerufen. Der Erlös diente dem Wiederaufbau im Eifelmuseum in der Genovavaburg.

1952 hatte der Geschichts- und Altertumsverein für Mayen und Umgebung das Stein- und Burgfest ins Leben gerufen. Der Erlös diente dem Wiederaufbau im Eifelmuseum in der Genovavaburg.

Corona drückt auch dem "70. Stein- und Burgfest" den Stempel auf, aber die Mayener versuchen das Beste daraus zu machen. Wer in die Geschichte des Festes schaut, der merkt schnell, dass sich die Mayener vor keiner Herausforderung drückten. Als es darum ging, die im Krieg völlig zerstörte Stadt wieder aufzubauen, packten die Mayener an und das galt auch, als für den Wiederaufbau des Eifelmuseums Geld gebraucht wurde. "Das Burgfest selbst, vorbereitet von Paul Geiermann, unter der Schirmherrschaft von Justizminister Becher, verlief bei günstigem Wetter unter starkem Besuch einfach großartig, es war ein Fest, ganz aus dem Herzen der Mayener. So wurde denn der Wunsch und die Absicht laut, es zu einer alljährlichen Angelegenheit zu machen", schreibt Stadtchronist Ernst Nick nach dem ersten Fest 1952. Blick in die Geschichte Der Anfang war gemacht und wenn auch der Stellenwert des Festes in den kommenden Jahrzehnten schwankte, erlebte es in den vergangenen 25 Jahren eine Rennaissance. Mit der Etablierung eines Bauern- und Handwerkermarkts rund um und in der Genovevaburg sowie der Mitwirkung der Mayener "Hämmerzunft" wurde das "Stein- und Burgfest" zu einem Blick in die Geschichte und der Zukunft. Der Handwerksstandort Mayen präsentierte sich als ein ganz wichtiger Faktor für die Wirtschaft der Eifelstadt. "So ist das Stein- und Burgfest selbstbewusster Ausdruck der Mayener Bürgerschaft, ihrer Geschichte und Kultur. Beides sind wichtige Voraussetzungen für eine gute Zukunftsentwicklung", schreibt Oberbürgermeister Dirk Meid in seinem Grußwort. Event für die ganze Familie Der Event für die ganze Familie wurde mit einem abwechslungsreichen Showprogramm und einem verkaufsoffenen Sonntag komplettiert. Während Ersteres in Corona-Zeiten nur eingeschränkt möglich ist, präsentiert sich der Mayener Einzelhandel auch in diesem Jahr mit einem verkaufsoffenen Sonntag. Am 12. September kann zwischen 13 und 18 Uhr stressfrei gebummelt und eingekauft werden. "Es tut sich etwas in der Innenstadt", macht Dr. Wolfgang Schlags vom Vorstand der MY-Gemeinschaft Appetit auf einen Besuch in der Eifelstadt. Das Feiern kommt aber nicht in Gänze zu kurz. Am Oktogon auf dem Marktplatz werden die Gäste in einem Biergarten bewirtet und am Freitag- und Samstagabend sorgen DJs für musikalische Unterhaltung. Samstags ist die Band "Silent Kitchen" mit von der Partie. An beiden Abenden ist der Eintritt frei. Am Sonntagnachmittag kann man außerdem um 12.30, 15 und um 17 Uhr in den Burggärten eine Greifvogel-Flugvorführung erleben. "Unterstützt wird das Stein- und Burgfest wie in den vergangenen Jahren von der Veranstaltergemeinschaft Mayen ("Kreissparkasse Mayen", "MHT", "Mayen am Wochenende", WochenSpiegel und Stadt Mayen), ohne die es nicht möglich wäre, eine solche Veranstaltung durchzuführen", so Marktmeister Horst Krämer. Foto: Pauly www.mayen.de