Jutta Kruft

Mayen, Mendig und Gering mit Niederlagen

Kein gutes Wochenende hatten die Mannschaften aus unserer Region. In drei Spielen setzte es drei Niederlagen.

Kein gutes Wochenende hatten die Mannschaften aus unserer Region. In drei Spielen setzte es drei Niederlagen.

Bild: Peter Hürter

Mayen/Mendig/Gering. Eintracht Trier II : TuS Mayen 4:1 (1:1)
Vor 110 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz am Moselstadion unterlag der TuS der Trierer Regionalligareserve mit 4:1.
Mayen startete gut und ging in der 15. Minute in Führung. Man presste hoch und zwang Eintracht Keeper Johannes Ferring zu einem misslungenen Befreiungsschlag. Das Spielgerät landete bei Tim Kreche, der nicht lange fackelte und den Ball zur 0:1-Führung ins leere Tor versenkte (15.) Es war der erste Führungstreffer der Mayener seit dem 4:5 in Linz am 30. August und die zweite Führung überhaupt seit dem Wiederaufstieg.
So schön es auch für die TuSer war, es sollte nicht lange Bestand haben. Denn auch die Mayener verteilten Geschenke. Ein Rückpass zu Dominik Klein geriet zu kurz. Triers Chris Enver Filipe schaltete sofort, erlief sich den Ball und markierte den Ausgleichtreffer (22.).
Zur Halbzeit stand es 1:1. Interimstrainer Nikolay Foroutan war zufrieden: »Das war ein gutes Gefühl, mal mit einem 1:1 in die Kabine zu gehen. Wir wollten da weitermachen, wo wir aufgehört haben.«
In der zweiten Hälfte erhöhten die Moselstädter, die mit drei Spielern aus dem Kader der Regionalligamannschaft angetreten waren, den Druck. »Das war schon eine Wucht die da auf uns zukam«, sagte Nikolay. Trier schnürte die Gäste ein und erzielte die 2:1-Führung. »Das hätten wir einfach besser verteidigen müssen. Der vermeintlich geklärte Ball fiel dem Gegner gleich wieder vor die Füße.« Noah Schuch war der Nutznießer, der hohe Favorit führte erstmals (58.). Die Blau-Schwarzen gaben weiter Gas und erhöhten nach einer sehenswerten Aktion von Tom Richter auf 3:1 (72.). Damit war das Spiel entschieden. In der Nachspielzeit gar das 4:1. Einen Foulelfmeter verwandelte der eingewechselte Finn Grommzich zum Endstand.
Foroutan: »Wir hatten einige Mühe beim Spiel gegen den Ball. Die Trierer hatten sicherlich 80 Prozent Ballbesitz, sodass wir stets dem Ball hinterher laufen mussten. Für uns kann das auch ein Lerneffekt sein. Da kann man sich einiges abschauen. Natürlich ging der Sieg der Eintracht in Ordnung, wobei ich mich über das vierte Tor geärgert habe. Gerade in der ersten Stunde haben wir vieles richtig gemacht. Daran wollen wir anknüpfen.«
Das nächste Spiel: TuS Mayen : FSV Trier-Tarforst am Samstag, 7. November, 17 Uhr, im Nettetalstadion.
Ahrweiler BC II : SG Maifeld-Elztal 5:0 (2:0)
Die SG ME hat das Spiel beim Mitaufsteiger Ahrweiler II am Ende deutlich verloren.
Wieder einmal traten die Kombinierten mit einem Rumpfkader an. »Unter der Woche haben mir fünf Spieler krankheitsbedingt für heute abgesagt«, so SG Co-Trainer Christian Funk. Ahrweiler überließ den Gästen über weite Strecken den Ball, um immer wieder gefährlich zu kontern. Bis zur 37. Minute stand es leistungsgerecht 0:0. Dann aber nutzten die Rot-Weißen die Fehler des Tabellenletzten gnadenlos aus. »Wir haben uns durch individuelle Fehler selber geschlagen. Die späten Tore in der ersten Hälfte, dazu das 3:0 kurz nach der Pause, hat uns das Genick gebrochen«, sagte Funk.
Faruk Tunc brachte den ABC II in Führung (37.), Yannik Jarzombek legte vier Minuten später nach.
Fünf Minuten waren im zweiten Abschnitt gespielt, da gab es Elfmeter für den ABC. Maifelds Keeper Florian Geisler hatte Isaac Masongele im Sechzehner gefoult. Den fälligen Strafstoß vollstreckte Altin Mulaki zum 3:0 (50.).  Ahrweiler war auf den Geschmack gekommen und legte den Blau-Weißen vor 110 Zuschauern noch zwei weitere Eier ins Nest. Ebrima Demba traf zum 4:0 (71.). Chadi Atwi gelang in der 78. Minute der 5:0 Endstand.
Funk: »Wir müssen uns über gutes Training weiter in die Lage bringen, den Bock umzustoßen. Heute war es wieder sehr eng personell. Auch Trainer Daniel Fischer musste zwanzig Minuten mit aushelfen. Trotz allem dürfen uns solch eklatanten Fehler nicht passieren. Am Dienstag gegen Oberzissen wollen wir es besser machen.«
Die nächsten Spiele: SG Maifeld-Elztal : SV Oberzissen am Dienstag, 3. November, 20 Uhr, auf der Geringer Alm und am Sonntag, 8. November, 15 Uhr, beim FC Germania Metternich.
RW Koblenz II : Eintracht Mendig 3:1 (1:1)
Die Mendiger Eintracht hatte die Ehre den nagelneuen Kunstrasenplatz von Rot-Weiß Koblenz mit einzuweihen. Die Freude darüber hielt sich bei den Vulkanstädtern jedoch in Grenzen. Am Ende unterlag man dem Aufsteiger mit 3:1 Toren, eine mehr als unglückliche Niederlage für die Mendiger.
 Der Start war aus Mendiger Sicht gelungen. Man stellte die bessere Mannschaft, die nach einer knappen viertel Stunde in Führung ging. Über Alexej Eberhardt, Damir Mrkalj und Matze Wengenroth gelangte der Ball zu Joel Maas. Der umkurvte RW Keeper Votteler und schob zum 0:1 ein (13.). Und fast hätte es nur wenig später zum zweiten Mal im Tor der Schängel gerappelt. Mrkalj verlor jedoch in aussichtsreicher Position den Ball. Die Hausherren nutzten dies zum schnellen Umschalten und am Ende war es Mustafa Ayan, der aus spitzem Winkel den 1:1 Ausgleich erzielte (19.). 
Mendig blieb am Drücker, war dem 2:1 näher als der Gegner. Über Maas und Jeff Ampadu segelten immer wieder gefährliche Flanken auf die Zielspieler Mrkalj und Brice Mitel. Mrkalj traf das Lattenkreuz (26.), kurz zuvor scheiterte er bereits am glänzend reagierenden Votteler. Minuten später vergab Brice aus zehn Metern die Chance zur Führung. Bei Alex Courts Schuß kratzten zwei Koblenzer den Ball noch ebenso von der Linie. »Wir könnten mit 4:1 in die Halbzeit gehen, stattdessen steht es 1:1«, ärgerte sich Mrkalj über die Abschlußschwäche seiner Mannschaft.
Und das sollte im zweiten Durchgang bitter bestraft werden. Kanoute (51.) und Brice (58.) setzten erst einmal den Chancenwucher der ersten Halbzeit fort. »Und mitten in diese Druckphase fällt das 2:1«, seufzte Mrkalj. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld konterten die Rot-Weißen eiskalt. Wieder war es Mustafa Ayan, der seine Mannschaft in der 61. Minute in Führung brachte. Nur drei Minuten später gar das 3:1. Nach einer Ecke der Koblenzer schafften es die Mendiger nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu bringen. Paul Ulrich sollte es recht sein, als er mit dem dritten Tor für die Rhein-Mosel Städter den Spielverlauf endgültig auf den Kopf stellte.
Mendig agierte weiterhin unglücklich im Abschluß, sodass es am Ende beim 3:1 für die U21 der Rot-Weißen blieb.
Mrkalj legte den Finger in die Wunde. »Wir trainieren zu zehnt seit längerer Zeit. Wir hatten auch heute wieder drei Jungs aus der 2. Mannschaft dabei, wovon zwei von Beginn an gespielt haben und der dritte, Milan Rawert, der erste Einwechselspieler war. Die Liste der verletzten Spieler ist ellenlang. So ist halt jetzt die Situation. Wir müssen im Winter einige Transfers machen. Ich kann keinem meiner Spieler einen Vorwurf machen. Aber wenn es besser werden soll, muss sich einiges ändern.«
Das nächste Spiel: Samstag, 7. November, 19 Uhr, in Mendig gegen den SV Oberzissen. (ph)