Jutta Kruft

Mendig siegt bei Anadolu 4:3. - TuS mit weiterer Niederlage - SG Maifeld neuer Tabellenletzter

Beim Elfmeterversuch scheitert Brice Mitel. Am Ende siegt Mendig dennoch mit 4:3 beim SV Anadolu Spor Koblenz.

Beim Elfmeterversuch scheitert Brice Mitel. Am Ende siegt Mendig dennoch mit 4:3 beim SV Anadolu Spor Koblenz.

Bild: Peter Hürter

Mayen/Mendig/Gering. DSG Malberg : TuS Mayen 4:1 (1:0)
 Die 1:4-Niederlage bei der SG Malberg war am Ende der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. 
Gleich nach dem 1:4, der elften Pleite im zwölften Spiel, wandte sich Marc Steil an seine Mannschaft und kündigte seinen Rücktritt an.
Die Partie in Malberg startete vor 110 Zuschauern zäh. Beiden Mannschaften konnte man die Verunsicherung ansehen, entsprechend blieben Torchancen im ersten Durchgang Mangelware. Bastian Bleeser (2.) und Justin Nagel (19.) scheiterten an Mayens Keeper Fynn Ladda. 
Auf der anderen Seite hätte Artur Kurogjan den TuS per Kopf in Führung bringen können (9.). Kurz vor der Pause klingelte es doch. Tim Pfeiffer ließ mit einem Schuß aus zwanzig Metern Ladda keine Chance (45. 1). Mit 1:0 wechselte man die Seiten.
Malberg startete mit viel Druck in den zweiten Durchgang und belohnte sich. Luca Thom (48.) und wiederum Pfeiffer (55.) erhöhten auf 3:0. Mayens Widerstand war gebrochen, Malberg kontrollierte das Spiel und hatte Pech, dass zweimal der Pfosten die Schwarz-Weißen rettete.
In der Nachspielzeit verkürzte Leon Kohlhaas auf 3:1 (90 2.). Hachem Dachroui sorgte mit dem 4:1 (90. 4) für den Schlußpunkt.
Nikolay Foroutan, zu dem Zeitpunkt »nur« sportlicher Leiter appelliert an den Zusammenhalt. »Die Gegentore fallen sehr ungünstig und wir sind zur Zeit nicht in der Lage, diese Rückschläge zu vermeiden. Dennoch bleiben wir zuversichtlich. Es geht nur gemeinsam. Wichtig ist, dass wir weiter die Fehler ansprechen und sie vor allem abstellen. Jetzt gilt es, gut zu trainieren und im Derby gegen Andernach zu Hause eine positive Reaktion zu zeigen.« 
Beim ersten Spiel nach Marc Steil wird Foroutan an der Linie stehen. 
Im Rhein-Ahr Derby gegen den alten Rivalen aus der Bäckerjungenstadt  am Freitag, 23. Oktober, um 20 Uhr, will man den Bock umstoßen
.
 SV Anadolu Spor Koblenz : SV Eintracht Mendig 3:4 (2:0)
 Anadolu scheint der Mendiger Eintracht zu liegen. Trotz eines 0:2-Rückstand zur Pause siegten die Vulkanstädter 4:3.
Auf der Schmitzerswiese legte Anadolu eine starke erste Halbzeit hin und führte verdient mit 2:0. 
Dazu Damir Mrkalj, Spielertrainer der Eintracht: »Wir waren in der ersten Hälfte viel zu hektisch. Anadolu hatte etwas mehr vom Spiel. Unser Flügelspiel war schwach.« Dies nutzten die cleveren Gastgeber. Erst war es Huseyin Karalalek, der einen Konter eiskalt nutzte (26.). Sieben Minuten später gar das 2:0. Wieder ging es über Karalelek, der Volkan Karaman schickte, dieser nach außen abdrehte, ins Zentrum flankte wo Julian Holzem freistehend einköpfte.
In der Halbzeit änderte Mrkalj einiges. »Wir haben von einem auf zwei Sechser umgestellt. Nochmal daran erinnert, dass wir mehr über die Flügel spielen wollen. Das hat im Verlauf ganz gut geklappt.« Mendig kam gut hinter die Fünferkette und sorgte für Druck. Brice Mitel gelang in der 56. Minute der Anschlußtreffer zum 2:1. Drei Minuten später Foulelfmeter für die Eintracht. Yannick Dreidoppel ahnte die Seite und wehrte Brice Schuß ab. Aus der anschließenden Ecke fiel doch der Ausgleich. Alex Eberhardt auf Joel Maas, der Dreidoppel keine Chance ließ. Mrkalj: »Das war sehr wichtig, gleich das Tor nach dem verschossenen Elfmeter.« Koblenz versuchte es mit langen Bällen. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld war es Karaman mit dem 3:2 (62.).
»Wir hatten mehr Sprit im Tank. Wir sind dran geblieben und haben uns belohnt«, sagte Mrkalj, der höchstpersönlich das 3:3 erzielte (77.). Nach einer Kopfballstafette stand er goldrichtig. Und es sollte noch besser kommen für die Mendiger. Damar Kanoute setzte Brice ein, der Mendig erstmals in Führung brachte (80.) 
Anadolu versuchte mit langen Bällen wenigstens einen Punkt auf Schmitzerwiese zu halten, am Ende aber hatten sie das Nachsehen. Nach zwei Niederlagen gegen Aufsteiger siegte man nun gegen Anadolu. »Das ist natürlich die Entwicklung dieser neu zusammengestellten Mannschaft. Wir könnten jetzt spekulieren, was wäre wenn, aber das führt nicht weiter. Wir müssen weiter arbeiten«, so Mrkalj.
Nächstes Spiel: Eintracht Mendig : SG Augst am Samstag, 24. Oktober, um 17:30 Uhr.
 
SV Weitersburg : SG Maifeld-Elztal 3:0 (0:0)

 Knapp eine Stunde lang hielt die SG Maifeld-Elztal das Unentschieden, in knapp zehn Minuten verlor man das Spiel. 
Die Maifelder agierten beim Bezirksliga Dino Weitersburg aus einer sicheren Abwehr. Weitersburg hatte zwar über weite Strecken den Ball, ohne jetzt die ganz großen Chancen zu haben. Die hatten hingegen die Gäste. Jonas Klück (25.) und Leonard Groß (55.) hätten die Führung für den Aufsteiger erzielen können, der mit nur drei Feldspielern auf der Bank angereist war. »Heute waren außer Rene Durben und Elias Ostrominski von meiner Stammformation alle dabei. Allerdings mussten wir dahinter wieder auf einige verzichten«, so Maifelds Trainer Daniel Fischer.
Drei Minuten nach der Maifelder Großchance jubelten die die Hausherren. Mattes Häusler erzielte die Führung für die Blau-Gelben (58.). Und dann ging es Schlag auf Schlag. Lars Velten mit dem 2:0 (62.) und Tim Karsten Lauer (66.) mit dem 3:0. Die fünfte Niederlage in Folge für die SGME nahm Gestalt an. 
»Es waren drei individuelle Fehler, die wir gemacht haben und die zu den Gegentoren führten. Wir haben zwei Riesenchancen und machen die Tore nicht, hinten machen wir einfache Fehler. In der Konstellation wird das halt nicht reichen in der Bezirksliga. Dennoch war es eine gute Leistung von uns, kämpferisch und von der Moral her«, bilanzierte Fischer. 
Das nächste Spiel: SG Maifeld-Elztal : FV Rübenach am Freitag, dem 23. Oktober, um 20 Uhr, auf der Geringer Alm. (ph)