Jutta Kruft

Stillstand am Arbeitsmarkt

Die Agentur für Arbeit legt den Arbeitsmarktbericht für Juni vor. (Symbolfoto)

Die Agentur für Arbeit legt den Arbeitsmarktbericht für Juni vor. (Symbolfoto)

Bild: Agentur für Arbeit

Mayen-Koblenz. Der Arbeitsmarkt in der Stadt Koblenz und im Landkreis Mayen-Koblenz zeigt im Juni kaum Veränderungen.
In der Stadt Koblenz ist die Zahl der arbeitslosen Menschen gegenüber dem Vormonat um 58 Personen auf 4.287 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind 23 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,7 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonats- und Vorjahreswert.
Im Landkreis Mayen-Koblenz ist die Zahl der arbeitslosen Menschen gegenüber dem Vormonat um 93 Personen auf 4.837 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind 13 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 4,0 Prozent und entspricht damit dem Vorjahreswert.
Auch auf der Nachfrageseite bleibt die Dynamik eher verhalten. Die Unternehmen meldeten im Juni in der Stadt Koblenz 249 neue Arbeitsstellen und damit 53 weniger als im Vormonat sowie 57 weniger als vor einem Jahr. Im Landkreis Mayen-Koblenz wurden 268 neue Arbeitsstellen gemeldet – eine Stelle weniger als im Vormonat, aber drei Stellen mehr als vor einem Jahr. Insgesamt befinden sich derzeit 1.175 offene Arbeitsstellen in der Stadt Koblenz und 1.270 offene Arbeitsstellen im Landkreis Mayen-Koblenz im Bestand der Agentur für Arbeit.
Besonders gesucht werden weiterhin Mitarbeitende in den Bereichen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, Verarbeitendes Gewerbe sowie Baugewerbe. In der Stadt Koblenz besteht darüber hinaus eine hohe Nachfrage im Bereich öffentliche Verwaltung sowie Verkehr und Lager.
Stefanie Adam, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen, ordnet dies wie folgt ein: „Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist derzeit von gegensätzlichen Trends geprägt. Zurückhaltende Einstellungen stehen einem anhaltenden Fachkräftebedarf in vielen Branchen gegenüber. Gerade deshalb werden wir nicht müde zu betonen: Wer sich aus- oder weiterbildet, verbessert seine Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt, der sich zunehmend schneller verändert.“
Mit Blick auf den bevorstehenden Ausbildungsstart appelliert Adam insbesondere an Jugendliche, die noch keine Zusage haben: „Noch ist es nicht zu spät. Viele Betriebe suchen weiterhin motivierte Auszubildende. Wer sich unsicher ist oder Unterstützung bei der Suche benötigt, sollte sich an unsere Berufsberatung wenden. Gemeinsam finden wir passende Perspektiven – von der Berufswahl über Praktika bis hin zum Ausbildungsplatz.“
Auch Unternehmen ruft die Agentur für Arbeit dazu auf, freie Ausbildungs- und Arbeitsstellen frühzeitig zu melden. Gleichzeitig lohnt es sich, die Potenziale der eigenen Beschäftigten gezielt weiterzuentwickeln. Angesichts des anhaltenden Bedarfs an qualifiziertem Personal und häufig lange unbesetzter Stellen, insbesondere für qualifizierte Fachkräfte und Spezialisten, gewinnt betriebliche Weiterbildung zunehmend an Bedeutung. Mit der Weiterbildungsförderung unterstützt die Agentur für Arbeit Unternehmen dabei, ihre Beschäftigten fit für die Anforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt zu machen. Über Fördermöglichkeiten und individuelle Lösungen informiert der gemeinsame Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen in einem unverbindlichen Beratungsgespräch.