Simone Wunder

TuS Mayen bleibt Tabellenführer

Volle Konzentration im Duell um wichtige Punkte.

Volle Konzentration im Duell um wichtige Punkte.

Bild: Seydel

Mendig/Mayen (ph). Eintracht Mendig : TuS Kirchberg 1:1 (0:0) 
Ein Unentschieden, das weder Mendig noch den Gästen aus dem Hunsrück im Abstiegskampf so richtig weiterhilft. 
Eintracht Trainer Damir Mrkalj war nach dem Schlußpfiff enttäuscht. »Wir haben 1:1 verloren«, sagte Mrkalj und begründete seine Aussage. »Wir hatten vor allem in der ersten Halbzeit so viele Chancen, die wir nicht in Tore umgemünzt haben.« Brice Mitel schoss aus der Drehung einen Gegenspieler an, wenig später scheiterte er an der Lattenunterkante. Auch Carsten Thelen und Max Bernards ließen beste Chancen aus. Auf der anderen Seite hatten Nico Wilki und Jannick Auler gute Chancen. Mrkalj: »Eigentlich müssen wir zur Halbzeit 3:1 führen.«
Nach der Pause verflachte das Spiel vor 120 Zuschauern auf dem Mendiger Kunstrasenplatz. Die erste nennenswerte Aktion war die Gelb-Rote Karte gegen den Kirchberger Enrico Geiß. Aber einmal mehr tat die zahlenmäßige Überlegenheit den Mendigern überhaupt nicht gut. »Es ist mir unbegreiflich, dass wir in Überzahl schlechter spielen. Das ist jetzt bereits zum dritten Mal so«, kritisierte Mrkalj. Und diese Schwäche nutzten die Blau-Gelben aus Kirchberg aus. Nach einem Fehler von Adrian Medic, der kurz zuvor den angeschlagenen Kodai Stalph ersetzte, nutzte Lois Wilki dies zum 0:1 (67.).
Mrkalj: »Wir haben bis zum Schluss gekämpft, das System offensiver umgestellt.« Fast mit dem Schlusspfiff gelang den Vulkanstädtern doch noch der späte, aber verdiente Ausgleich. Pascal Zimmer traf aus dem Gewühl zum 1:1 (90. 4). Mrkalj: »Morgen wird es sich aufgrund des Last Minute-Treffers wie ein Punktgewinn anfühlen. Aber nach dem Spiel ist der Punkt zu wenig, die Enttäuschung groß.«
Das nächste Spiel: Sonntag, 29. März, um 15 Uhr, bei Rot Weiß Wittlich.
 

TuS Mayen : SG 2000 Mülheim-Kärlich 2:1 (1:1)
Doppeltorschütze Calvin Müller war der Mann des Tages beim TuS Mayen. Dank seiner beiden Tore siegten die ersatzgeschwächten TuS´er gegen eine starke Mülheim-Kärlicher Mannschaft 2:1 (1:1).
Der TuS musste auf einige Leistungsträger verzichten. So fehlten neben dem langzeitverletzten Marcel Löhr und dem rotgesperrten Marlon Leidenbach auch Tim Krechel, Tim Gilles, Walid Hanioui und Mo Dido. Hingegen konnte sich die Mühlheimer Reserve auf vier Abstellungen der Rheinlandligamannschaft freuen.
Und einer von ihnen schlug in der elften Minute zu. Christoph Rönz erzielte das 0:1. Der Tabellenführer zeigte sich vor 150 Zuschauern resilient und glich durch Calvin Müller nach feiner Vorarbeit von Kaan Öztürk aus (24.) Mayen bestimmte nun optisch die Partie, die größte Chance allerdings hatten die Gäste. Elias Mohebzada zielte zu genau und traf nur den Pfosten des Mayener Tores. 
»Heute durfte die Charakteristik des Spiels nicht hoher Ballbesitz sein, sondern den Sieg erkämpfen. Wir hatten heute großen Personalmangel, mussten Spieler auf Positionen einsetzen, die sie normalerweise nicht spielen. Das haben wir insgesamt sehr gut hinbekommen.«
Als in der 50. Minute Tim Feiler durchgebrochen war, wurde er an der Strafraumkante von Mülheims Steven Moosakhani per Notbremse gestoppt. Klare Sache: Rot für den Mülheimer Spieler. Der anschließende Freistoß wurde von der Mauer zur Ecke abgewehrt, der darauf folgende Eckball köpfte wiederum Müller zum 2:1 in die Mülheimer Maschen (52.). Steil: »Wir haben danach Mülheim trotz Überzahl zu viel Platz gelassen.« Zweimal konnte sich in der Folge Mayens Keeper Fynn Ladda auszeichnen bei Chancen von Rönz und Paul Platzeck. Auf der anderen Seite hätten Feiler (64.) und Simon Scheid (79.) den dritten Mayener Treffer erzielen müssen.
Die Schalussoffensive der Mülheimer bestand der TuS ohne größere Mühen und sicherte sich somit drei weitere wichtige Punkte im Aufstiegskampf.
»Das war heute kein schönes Spiel, aber wir haben gekämpft und eine gute Moral gezeigt«, ergänzte der sportliche Leiter Niko Foroutan.
Das nächste Spiel: Sonntag, 29. März, um 15 Uhr, bei der SG Viertäler Oberwesel.