Nico Lautwein

19,6 Millionen Euro für Saarburg-Kell: Rat legt Schwerpunkte für Investitionen fest

Saarburg-Kell. Rund 19,6 Millionen Euro aus dem Sondervermögen stehen der Verbandsgemeinde zur Verfügung. Investiert werden soll vor allem in Bildung, Freizeit, Versorgung und Gesundheit.
Ein Teil der 19,6 Millionen Euro aus dem Sondervermögen soll in wichtige Zukunftsprojekte der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell fließen. Ein Schwerpunkt ist unter anderem der geplante Neubau eines Kombibades in Saarburg.

Ein Teil der 19,6 Millionen Euro aus dem Sondervermögen soll in wichtige Zukunftsprojekte der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell fließen. Ein Schwerpunkt ist unter anderem der geplante Neubau eines Kombibades in Saarburg.

Bild: Pixabay

Rund 19,6 Millionen Euro aus dem bundesweiten Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ stehen der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell zur Verfügung. Der Verbandsgemeinderat hat am 10. August einstimmig beschlossen, die Mittel auf vier Investitionsbereiche und größere Projekte mit langfristiger Bedeutung zu konzentrieren. Ein Schwerpunkt ist der geplante Neubau eines Kombibades in Saarburg.

Das bundesweite Sondervermögen umfasst insgesamt 500 Milliarden Euro. Davon stehen 100 Milliarden Euro Ländern und Kommunen für Investitionen zur Verfügung. Auf Rheinland-Pfalz entfallen rund 4,85 Milliarden Euro. Rund 2,91 Milliarden Euro davon sind für die Kommunen vorgesehen. Das Land stockt diesen Anteil zusätzlich um 600 Millionen Euro auf.

19,6 Millionen Euro für Saarburg-Kell

Auf den Landkreis Trier-Saarburg entfallen rund 132 Millionen Euro. Ein Drittel davon verbleibt beim Landkreis, die übrigen zwei Drittel werden entsprechend der Einwohnerzahlen auf die sechs Verbandsgemeinden verteilt. Für Saarburg-Kell ergibt sich daraus ein Anteil von rund 19,6 Millionen Euro.

Der Verbandsgemeinderat hat entschieden, die Mittel auf vier Bereiche zu konzentrieren. Bei der Bildungsinfrastruktur stehen insbesondere die Grundschulen und die dazugehörigen Hallen im Fokus. Im Bereich Sport und Freizeit sollen vor allem die Freizeitbäder berücksichtigt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Daseinsvorsorge und Versorgungssicherheit. Hier nennt die Verbandsgemeinde unter anderem Cybersicherheit, Wasserversorgung, Notstromversorgung und Bevölkerungsschutz. Hinzu kommt die Gesundheitsinfrastruktur mit Blick auf die hausärztliche Versorgung sowie Pflege- und Seniorenangebote in den Ortsgemeinden und der Stadt.

Kombibad in Saarburg im Fokus

Eine besondere Rolle spielt der geplante Neubau eines Kombibades in Saarburg. Dieses soll künftig sowohl dem Schul- und Vereinssport als auch der allgemeinen Daseinsvorsorge dienen und damit eine überörtliche Funktion für die gesamte Verbandsgemeinde übernehmen.

„Mit der Entscheidung des Verbandsgemeinderates schaffen wir die Grundlage dafür, wichtige Zukunftsaufgaben anzugehen und die Sondermittel gezielt dort einzusetzen, wo sie langfristig einen möglichst großen Nutzen für die Menschen haben“, erklärt Bürgermeister Jürgen Dixius.

Konkrete Projekte stehen noch nicht fest

Mit der Festlegung der Schwerpunkte ist noch keine Entscheidung darüber gefallen, welche einzelnen Projekte tatsächlich aus dem Sondervermögen finanziert werden. Die Verwaltung soll nun mögliche Vorhaben auf ihre Förderfähigkeit, technische Umsetzbarkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit prüfen. Dabei sollen auch weitere Förderprogramme einbezogen werden.

Grundsätzlich müssen Vorhaben für eine Finanzierung aus dem Sondervermögen ein Mindestvolumen von 250.000 Euro erreichen. Bei bestimmten Digitalisierungsmaßnahmen liegt die Grenze bei 50.000 Euro.

Welche Projekte letztlich umgesetzt werden und in welcher Reihenfolge, soll zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden. Die vier beschlossenen Investitionsschwerpunkte fließen zunächst in das regionale Umsetzungskonzept des Landkreises Trier-Saarburg ein.