Nico Lautwein

2,8 Millionen Euro für neue Radroute: Panorama-Höhenradweg Mosel kommt

Saarburg/Koblenz. Der geplante Panorama-Höhenradweg Mosel wird mit 2,8 Millionen Euro vom Bund gefördert. Die rund 335 Kilometer lange Route soll 2030 eröffnet werden.

 

Der geplante Panorama-Höhenradweg Mosel von Saarburg nach Koblenz erhält Fördermittel im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz und nukleare Sicherheit. Insgesamt stehen 2,8 Millionen Euro zur Verfügung. Das interkommunale Projekt soll einen nachhaltigen Impuls für Tourismus und Mobilität in der Region Mosel-Saar setzen.

335 Kilometer durch die Moselregion

Der Panorama-Höhenradweg verbindet zwölf Verbandsgemeinden und zwei Städte miteinander. Auf rund 335 Kilometern soll eine neue Route für sportliche Tourenrad- und E-Bike-Fahrer entstehen. Nach der geplanten Eröffnung im Jahr 2030 soll sie mehr Menschen aufs Fahrrad bringen und zugleich zusätzliche touristische Nachfrage und Wertschöpfung in der Region schaffen.

Der Bund übernimmt je nach Maßnahme zwischen 75 und 90 Prozent der Kosten für Baumaßnahmen, Beschilderung und ergänzende Infrastruktur. Die Umsetzung der geförderten Maßnahmen beginnt im März 2027 und ist auf eine Laufzeit von 48 Monaten angelegt. Koordiniert wird das Projekt von der Mosellandtouristik GmbH.

Ladestationen, Rastplätze und Servicestationen geplant

Mit der Förderzusage beginnt nun die nächste Phase des Projekts. In den kommenden Monaten sollen die konkreten Maßnahmen weiter ausgearbeitet und mit den beteiligten Kommunen und Partnern abgestimmt werden.

Neben einer durchgängig gut befahrbaren und beschilderten Strecke sind verschiedene ergänzende Infrastrukturen vorgesehen. Geplant sind unter anderem Solarladestationen, Radservicestationen, Trinkwasserspender sowie Rastplätze mit begrünten Überdachungen.

Radverkehr und nachhaltiger Tourismus im Fokus

Der Panorama-Höhenradweg soll nicht nur ein neues touristisches Angebot schaffen, sondern auch nachhaltige Mobilität in der Region fördern. Deshalb wurden bei der Planung auch Radwegeabschnitte berücksichtigt, die für den Alltagsverkehr von Bedeutung sind.

Zu Beginn der Umsetzung sollen Erhebungen durchgeführt werden, um das Radverkehrsaufkommen zu erfassen und dessen Entwicklung über die Jahre dokumentieren zu können. Zudem plant die Mosellandtouristik eine begleitende Informationskampagne. Sie soll für Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme zwischen allen Verkehrsteilnehmern werben.

Mit der Förderung sehen die Projektpartner einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem zukunftsfähigen Tourismusangebot für die gesamte Moselregion.