

Zahlreiche kräftige Regenschauer sind am Mittwochabend (10. Juni) über die Region Trier hinweggezogen. Eine Gewitterfront entwickelte sich dabei jedoch deutlich stärker als die übrigen Niederschlagsgebiete und war auf den Radarbildern des Deutschen Wetterdienstes (DWD) klar zu erkennen.
Die Zelle bildete sich gegen 18 Uhr in der Südeifel und intensivierte sich auf ihrem Weg über das Trierer Land rasch zu einem lokalen Unwetter. Neben kräftigem Starkregen brachte die Front auch Gewitter und Hagel mit sich.
Besonders betroffen war der Bereich zwischen Speicher und Schweich. Dort sorgte der Hagel örtlich für ein weißes Landschaftsbild, wie Aufnahmen aus Zemmer zeigen. Gleichzeitig entluden sich zahlreiche Blitze, begleitet von teils kräftigem Donner.
Innerhalb der Gewitterfront fielen in kurzer Zeit erhebliche Regenmengen. Auf mehreren Straßen kam es zu Aquaplaning und erschwerten Verkehrsbedingungen. Meldungen über größere Überflutungen oder daraus resultierende Feuerwehreinsätze gingen jedoch nicht ein.
Wie lokal begrenzt solche Gewitter und Unwetter oft sind, zeigen auch die gemessenen Niederschlagssummen eindrucksvoll. Während in Deuselbach innerhalb kurzer Zeit 20,4 Liter pro Quadratmeter registriert wurden, fielen im nur wenige Kilometer entfernten Kell am See lediglich 2,6 Liter pro Quadratmeter. Die Messwerte verdeutlichen die teils erheblichen Unterschiede auf engstem Raum.
Im weiteren Verlauf zog das Gewitter unter Abschwächung in Richtung Hunsrück weiter. Hinter Morbach löste sich die Zelle schließlich auf und verlor ihre Unwetterintensität vollständig.
(Text: Florian Blaes)



