Andrea Fischer

Konzert der Kulturen in der Gedenkstätte Hinzert

Hinzert. Eine musikalische Reise von Andalusien über Buenos Aires bis nach Jerusalem erwartet die Besucher am Sonntag, 6. September, in der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert. Im Rahmen des Mosel Musikfestivals präsentieren die israelische Mezzosopranistin Shai Terry und der englische Gitarrist Russell Poyner ab 11 Uhr jiddische und sephardische Lieder sowie Werke jüdischer Komponisten.

Im Rahmen des Mosel Musikfestivals präsentieren die israelische Mezzosopranistin Shai Terry und der englische Gitarrist Russell Poyner ab 11 Uhr jiddische und sephardische Lieder sowie Werke jüdischer Komponisten.

Im Rahmen des Mosel Musikfestivals präsentieren die israelische Mezzosopranistin Shai Terry und der englische Gitarrist Russell Poyner ab 11 Uhr jiddische und sephardische Lieder sowie Werke jüdischer Komponisten.

Bild: Kai Myller

Das Konzert ist eine Kooperation des Mosel Musikfestivals mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz und der Gedenkstätte Hinzert und findet anlässlich des „Europäischen Tages der Jüdischen Kultur“ statt. Musik, Poesie und kulturelles Erbe verbinden sich dabei zu einem Programm, das die Vielfalt jüdischer Kultur in den Mittelpunkt stellt.

Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Federico García Lorca, Astor Piazzolla, Moshe Wilensky und Naomi Shemer. Dabei treffen unterschiedliche musikalische Traditionen aufeinander: arabisch-jüdische und sephardische Einflüsse, israelische Lieder und europäische Musik verbinden sich mit den virtuosen Gitarrenklängen von Russell Poyner.

Shai Terry, 1991 im Norden Israels geboren, entdeckte bereits als Jugendliche ihre Leidenschaft für den Gesang. Nach ihrem Militärdienst im IDF-Orchester führte ihr Weg über Meisterkurse in Jerusalem nach Deutschland. 2017 lernte sie die Gesangspädagogin Claudia Eder kennen und wechselte an die Hochschule für Musik Mainz. Seither ist sie regelmäßig bei Konzerten und Veranstaltungen in Deutschland zu erleben, unter anderem in jüdischen Gemeinden und im Landtag von Rheinland-Pfalz. Neben dem Opernrepertoire widmet sie sich insbesondere israelischen und hebräischen Liedern.

An ihrer Seite steht Russell Poyner, der als Gitarrist bereits bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet wurde und weltweit konzertiert. Als Solist trat er unter anderem mit dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie und dem BBC Concert Orchestra auf. Seine besondere Leidenschaft gilt der Kammermusik.

Das Konzert in Hinzert versteht sich als musikalischer Beitrag zum Dialog der Kulturen und als Einladung, jüdische Musik in ihrer Vielfalt und Lebendigkeit kennenzulernen. Zugleich erhält der besondere Veranstaltungsort eine zentrale Bedeutung: Die Musik erklingt an einem Ort der Erinnerung und des Gedenkens.

Für das Konzert gilt das Prinzip „Pay what you want“. Die Besucher bestimmen selbst, wie viel sie für die Eintrittskarte bezahlen möchten. Der Erlös unterstützt die Arbeit des Mosel Musikfestivals sowie des Fördervereins Gedenkstätte KZ Hinzert.

Karten sind beim Festivalbüro unter Telefon 06531-5000-95, per E-Mail an karten@moselmusikfestival.de, über die Website des Mosel Musikfestivals sowie an den Vorverkaufsstellen von Ticket Regional erhältlich. Weitere Informationen gibt es unter Mosel Musikfestival.