Nico Lautwein

Land übergibt Machbarkeitsstudie für „Turbo“-Gewerbeflächen in Osburg und Thomm

Osburg/Thomm. Das Land Rheinland-Pfalz hat eine Machbarkeitsstudie für mögliche „Turbo“-Gewerbeflächen in Osburg und Thomm übergeben – rund 68,5 Hektar könnten für Großansiedlungen entwickelt werden.
Von links: Ortsbürgermeister Andreas Dewald (Osburg), Ortsbürgermeister Mario Weber (Thomm), Staatssekretär Daniel Stich und Bürgermeister Thomas Hoffmann.

Von links: Ortsbürgermeister Andreas Dewald (Osburg), Ortsbürgermeister Mario Weber (Thomm), Staatssekretär Daniel Stich und Bürgermeister Thomas Hoffmann.

Bild: VG Ruwer/Rainer Dederichs

Die Schaffung von Gewerbe- und Industrieflächen für Großansiedlungen ist ein zentraler Baustein für die Gestaltung der wirtschaftlichen Transformation im Bundesland. Die Entwicklung neuer Gewerbeflächen ist allerdings planerisch und rechtlich anspruchsvoll. Daher begleitet das Land die Kommunen frühzeitig bei der Planung und Umsetzung im Rahmen eines Landesentwicklungsprogramms. Das Land hat durch die Erstellung von Machbarkeitsstudien für ausgewählte Kommunen fundierte Grundlagen geschaffen, auf deren Basis vor Ort über die nächsten Schritte entschieden werden kann.

Hintergrund: Landesprogramm für „Turboflächen“

Bei den 13 vom Land ausgewählten Standorten für sogenannte „Turboflächen“ befinden sich auch die Potentialflächen in Osburg und Thomm. Die vorgesehenen Gewerbeflächen liegen am Verkehrsknotenpunkt Osburg-Neuhaus beidseitig der L 151 und haben eine Größe von rund 68,5 ha.

Übergabe der Machbarkeitsstudie in Osburg

Am 14.01.2026 überreichte Staatssekretär Daniel Stich aus dem Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz bei einem Ortstermin in Osburg die Machbarkeitsstudie „Turboflächen“ an VG-Bürgermeister Thomas Hoffmann und die Ortsbürgermeister von Osburg und Thomm, Andreas Dewald und Mario Weber. Staatssekretär Stich hofft, dass an den ausgewählten Standorten durch den individuellen Ansatz des Landes, die Kommunen dort abzuholen, wo sie sich selbst verorten. Das Land möchte die Kommunen gemäß ihren Bedürfnissen beraten damit eine positive Dynamik entsteht. Durch die Machbarkeitsstudien kann nun die Anentwicklung der Gewerbegebiete starten. Er betonte weiterhin, dass nur durch die enge Zusammenarbeit, die schnelle Mitwirkung und die aktive Unterstützung aller Beteiligten die Studien in dieser kurzen Zeit abgeschlossen werden konnten. Das Angebot der Unterstützung und Begleitung richtet sich nicht nur an die ausgewählten 13 Turbostandorte in Rheinland-Pfalz. Es sind alle Kommunen in Rheinland-Pfalz eingeladen, geeignete, gut angebundene und regional bedeutsame Flächen für das neue Landesentwicklungsprogramm zu melden.

Planungsstand in Osburg und Thomm

VG-Bürgermeister Hoffmann und die Ortsbürgermeister Dewald und Weber erläuterten die bisherigen Planungen und Entwicklungen zu den Gewerbegebieten. Im Gewerbegebiet Osburg Neuhaus I sind alle Flächen bis auf eine komplett belegt. Im Rahmen der Flächennutzungsplanentwicklung wurden bereits weitere 16 ha Gewerbefläche in Osburg-Neuhaus ausgewiesen. Diese grenzen an den im Bau befindlichen neuen Mitfahrerparkplatz. Auf dem Gebiet der Ortsgemeinde Thomm war bisher noch keine Gewerbefläche vorgesehen. Da es sich bei den dortigen Potentialflächen um landwirtschaftlich ertragreiche Flächen handelt, wird ein schwieriger planerischer Prozess erwartet.

Quelle: VG Ruwer


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