Claudia Neumann

Mit dem Auto ins Havariebecken: Zwei Kinder und Fahrerin gerettet

Morscheid. Ein ungewöhnlicher Unfall hat sich am Mittwoch in Morscheid ereignet: Ein Pkw fuhr in das Havariebecken einer Biogasanlage und versank darin. Ein Bauarbeiter sprang hinterher und half der Fahrerin aus dem Wagen. Auch zwei Kinder konnten das bereits versunkene Fahrzeug verlassen.

Am Mittwoch, 30. September, kam es gegen 13.30 Uhr in Morscheid zu einem ungewöhnlichen Verkehrsunfall. Aufgrund von Bauarbeiten auf der Hauptstraße in Richtung Bonerath musste eine 68-jährige Pkw-Fahrerin im Bereich der Biogasanlage offenbar kurzfristig warten.

Möglicherweise aufgrund eines Missverständnisses befuhr sie das Privatgelände und übersah dabei ein etwa 2 bis 2,5 Meter tiefes Havariebecken. Aus bislang ungeklärten Gründen fuhr sie ungebremst in das Becken hinein.

Bauarbeiter rettet Fahrerin

Ein anwesender Bauarbeiter reagierte geistesgegenwärtig, sprang dem Fahrzeug hinterher und half der Fahrerin aus dem Pkw. Ihr Sicherheitsgurt hatte sich verklemmt, sodass sie sich nicht selbstständig befreien konnte.

Beim Eintauchen des Fahrzeugs öffneten sich sämtliche Fenster sowie die Kofferraumklappe. Dadurch konnten die beiden sieben und neun Jahre alten Kinder den bereits versunkenen Pkw eigenständig durch ein Fenster verlassen.

Durch das Eingreifen des Bauarbeiters konnte schließlich auch die Fahrzeugführerin unverletzt gerettet werden.

Der Pkw wurde anschließend mittels eines Krans aus dem Havariebecken geborgen. Es entstand vermutlich ein wirtschaftlicher Schaden von etwa 10.000 Euro. Die Arbeiten an der Unfallstelle konnten gegen 18.30 Uhr beendet werden.

Polizei sucht Zeugen

Die Fahrzeugführerin gab an, über das Gelände der Biogasanlage geleitet worden zu sein. Ein Missverständnis könne daher derzeit nicht ausgeschlossen werden.

Die Polizei Schweich bittet insbesondere Zeugen, die zum Unfallzeitpunkt ebenfalls über das Gelände der Biogasanlage geleitet wurden oder entsprechende Beobachtungen gemacht haben, sich unter 06502/91570 zu melden.