

Nachbarn der Friedhofskapelle berichteten, gegen 3 Uhr einen lauten Knall gehört zu haben. Auch ein Hund habe unmittelbar darauf angeschlagen. Besonders schwer wurde das historische Bleiglasfenster der Friedhofskapelle beschädigt. Nach dem Schadensbild könnte versucht worden sein, durch das Fenster in das Gebäude einzusteigen. Teile des zerstörten Bleiglases waren nach außen aufgebogen und nicht lediglich nach innen eingeschlagen. Stadtbürgermeister Frank Ensminger zeigte sich über die Beschädigung verärgert. Schließlich könne bei einem solchen historischen Fenster nicht einfach beim Schreiner eine neue Scheibe bestellt werden. Für eine fachgerechte Reparatur seien Spezialfirmen erforderlich – mit entsprechend hohen Kosten.
In derselben Nacht wurde auch an der Eingangstür des Lidl-Marktes in Kirn eine Scheibe massiv beschädigt. Ob zwischen beiden Vorfällen ein Zusammenhang besteht, ist bislang unklar.
Diskussion um Videoüberwachung
Dabei sorgen Beschädigungen im Stadtgebiet schon länger für Ärger. An der großen Kyrburgbank, im Kirner Stadtpark und auf Halmen kommt es immer wieder zu Vandalismus, Zerstörungen und Müllablagerungen.
Damit rückt auch die Diskussion über Videoüberwachung erneut in den Fokus. Bürger verweisen dabei auf das Freizeit- und Spielgelände „In den Mühlenbitzen“ in Rhaunen, das mit mehreren Überwachungskameras ausgestattet ist. Gleichzeitig gibt es in der VG Kirner Land Vorbehalte gegen eine solche Überwachung öffentlicher Bereiche. Gerade angesichts der wiederkehrenden Schäden wird diese unterschiedliche Handhabung zunehmend hinterfragt.




