Kai Brückner

Große Trauer: Michael Simon (SPD) ist tot

Michael Simon ist tot

Michael Simon ist tot. Der SPD-Landtagsabgeordnete von der Nahe wurde nur 54 Jahre alt.

Bild: SPD

Michael Simon, Landtagsabgeordneter der SPD aus Pfaffen-Schwabenheim, ist völlig unerwartet in den frühen Morgenstunden des letzten Tages im Jahr 2025 verstorben. Der weithin bekannte Politiker, der 2021 für die SPD in den Landtag einzog, wurde 54 Jahre alt. „Wir sind bestürzt und tief betroffen vom plötzlichen Tod unseres Freundes, politischen Begleiters und Herzblut-Genossen Michael Simon. Aus dem Nichts wurde er gestern Nacht durch einen plötzlichen Tod aus dem Leben gerissen. Das Leid für seine Familie muss unermesslich sein. Wir sind mit unseren Gedanken bei ihnen“, teilten gemeinsam die SPD-Landesvorsitzende Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Ministerpräsident Alexander Schweitzer mit.
 
Tief verwurzelt in seiner Heimat
 
Michael Simon war tief verwurzelt in seiner Heimat an der Nahe, wo er unter anderem politisch im Gemeinde- und Verbandsgemeinderat sowie im Kreistag aktiv war. Nach einer erfolgreichen Konditorlehre arbeitete er zunächst als Zivildienstleistender in einer Rheumaklinik in Bad Kreuznach und holte später auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nach. „Dass Michael sich für ein Studium der Sozialpädagogik entschied, zeigte, wie er Politik verstand und praktizierte. Er arbeitete in der Wohnungslosenhilfe und der Diakonie. Von sozialer Gerechtigkeit, Solidarität und Nächstenliebe war sein politisches Engagement zutiefst geprägt“, so Schweitzer. Er habe von der Pieke auf gelernt, wie man politische Ziele in einer Verwaltung konkret umsetzen kann.
 
Von 2003 bis 2021 arbeitete Michael Simon im Jugendamt Mainz-Bingen, bevor er 2021 per Direktmandat für die SPD in den Landtag einzog. Als Abgeordneter des Landtags war er Mitglied der Ausschüsse für Familie, Jugend, Integration und Verbraucherschutz sowie für Gleichstellung und Frauen. „Seine Bodenhaftung, seine Fähigkeit, sich in die Nöte anderer zu versetzen, um Ihnen zu helfen, sein klarer politischer Kompass und seine Freundschaft werden uns fehlen und sie sind der Fraktion eine Verpflichtung“, so die SPD-Fraktionsvorsitzende Sabine Bätzing-Lichtenthäler.
 
Auch der rheinland-pfälzische Landtagspräsident Hendrik Hering zeigte sich bestürzt vom plötzlichen Tod des Landtagsabgeordneten Michael Simon: „Mit Michael Simon verliert der Landtag Rheinland-Pfalz einen Abgeordneten und Kollegen, der mit Herzblut für soziale Gerechtigkeit und für die Menschen in diesem Land gekämpft hat. Wir sind zutiefst erschüttert über seinen unerwarteten Tod und sind in Gedanken bei seiner Familie und seinen Freunden und trauern mit ihnen.“
 
Kämpferischer Sozialdemokrat mit dem Herz am richtigen Fleck
 
Tief bestürzt reagieren auch die Parteifreunde an der Nahe auf den Tod des SPD-Kreisvorsitzenden. Simon habe auf der Ebene des SPD-Kreisverbandes fast alle Ämter bekleidet, die es in der SPD gibt, erinnerte der SPD-Kreisvorstand an den unermüdlichen politischen Einsatz Simons. Er sei zunächst zunächst als Juso-Kreisvorsitzender politisch aktiv gewesen, dann in den Räten von Ortsgemeinde und Verbandsgemeinde sowie im Kreistag, als Vorsitzender seines SPD-Gemeindeverbandes und Ortsvereins, Mitglied des Kreisvorstandes und seit 2021 als SPD-Kreisvorsitzender und Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtages. "Er wird vor allem als Mensch eine große Lücke in unserer Partei hinterlassen, denn Michael hat sich an jedem Tag mit enormem Engagement, aber auch mit seinem feinsinnigen Humor und seiner ganz besonderen Art für die SPD eingesetzt. Heute sind unsere Gedanken bei seiner Familie, insbesondere bei seinen Eltern, denen unser tiefes Mitgefühl gilt. Er wird uns allen politisch, aber vor allem auch persönlich, sehr fehlen", so Denis Alt, der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende.
 
Auch Julia Klöckner von der CDU zeigte sich bestürzt über den unerwarteten Tod von Simon: „Die Nachricht von Michael Simons Tod klingt so unwirklich. Wir sind etwa gleich alt, und seit vielen Jahren begegneten wir uns regelmäßig sowohl in der Kommunal- als auch in der Landespolitik. Dabei war es schön, dass wir uns auch immer persönlich austauschen konnten ohne parteipolitische Schere im Kopf“, so die Bundestagspräsidentin. „Michael war ein aufrichtiger, kämpferischer Sozialdemokrat mit dem Herz am richtigen Fleck. Sein Tod macht mich betroffen und nachdenklich, seiner Familie wünsche ich viel Kraft in dieser schwierigen Zeit.“

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