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Ihre Fragen rund um die Corona-Impfung
Zwei Stunden lang standen die Experten der BZgA unseren Leser*innen Rede und Antwort zu allen Fragen rund um die Corona-Schutzimpfung - und das Interesse war riesig. Immer wieder erreichten uns Anfragen von Leser*innen, die vergeblich versucht hatten, bei der Experten-Hotline durchzukommen. Für alle Betroffenen gibt es deshalb eine gute Nachricht: Die BZgA hat ihre Telefonaktion ausgeweitet und ist nun kostenlos an sieben Tagen in der Woche für Fragen rund um die Corona-Impfung erreichbar. Außerdem haben die Expert*innen die häufigsten Fragen auch noch einmal schriftlich für uns beantwortet:
Lässt sich das Virus nicht mit strengen Kontaktbeschränkungen aushungern? Muss die Impfung wirklich sein?
Das Virus findet offensichtlich immer wieder Möglichkeiten sich zu verbreiten, auch bei strengen Kontaktbeschränkungen. Mit der Impfung lässt sich eine flächendeckende Immunisierung der Bevölkerung erreichen. Man geht davon aus, dass die Übertragung des Corona-Virus so sehr verringert wird und die Pandemie vorübergeht, wenn etwa 70 Prozent immun sind. Je mehr Menschen geimpft werden, desto weniger erkranken und umso weniger Chancen hat das Virus, Mutationen zu entwickeln.Was ist mit den Mutationen, vor allem mit der britischen Variante? Wirken die Impfstoffe weiter?
Nach aktuellem Stand wird die Wirksamkeit der zugelassenen Impfstoffe durch die Mutation aus Großbritannien kaum beeinträchtig. Das liegt daran, dass die Impfstoffe an Stellen ansetzen, die von Mutationen wenig betroffen sind. Bei den seltener auftretenden Varianten aus Südafrika und Brasilien könnte die Wirksamkeit verringert sein. Dies muss noch weiter untersucht werden Es gibt aber Hinweise, dass schwere COVID-19-Verläufe trotzdem verhindert werden können.Existieren denn schon genug Studien zu den neuen Boten-RNA-Impfstoffen, um sagen zu können, dass sie sicher sind?
Ja, zu diesen Impfstoffen liegen trotz der relativ kurzen Entwicklungszeit bereits umfangreiche wissenschaftliche Erkenntnisse vor. Weder bei den zahlreichen Tierversuchen noch bei den klinischen Studien mit mehreren zehntausend Probanden gab es Hinweise auf schwere Nebenwirkungen.Wie ist der aktuelle Stand zu AstraZeneca?
Die Europäische Arzneimittelagentur EMA empfahl vergangene Woche, weiter mit dem Impfstoff zu impfen. Einen Tag später wurde die Impfung in Deutschland fortgesetzt. Vorausgegangen waren überwiegend bei Frauen unter 55 Jahren sehr seltene schwerwiegende Hirnvenen-Thrombosen in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) und Blutungen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung. Diese traten bei mehr Fällen auf als dies normalerweise zu erwarten gewesen wäre. Es handelt sich um sehr wenige Fälle (bisher 13), drei davon allerdings mit tödlichem Ausgang. Unklar ist, ob der Impfstoff die Ursache für diese Thrombosen war. Klar ist aber, dass der Nutzen des Impfstoffes die Risiken bei weitem überwiegt. Das Paul-Ehrlich-Institut und die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) werden das Geschehen weiter beobachten.Worauf soll ich nach der Impfung mit AstraZeneca achten?
Sie sollten sich sofort an einen Arzt wenden, wenn Sie vier bis 16 Tage nach der Impfung – also nach Abklingen der üblichen Impfreaktionen – Symptome wie Kurzatmigkeit, Unterleibs- oder Brustschmerzen oder Schwellungen in Armen oder Beinen entwickeln. Auch bei starken oder anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen sowie neurologischen Symptome (halbseitige Lähmungen, Gefühlsstörungen, Sprachstörungen, epileptische Anfälle) sollten Betroffene sofort einen Arzt konsultieren.Was sind die üblichen Impfreaktionen nach einer Impfung mit AstraZeneca?
Die Reaktionen nach der Impfung gleichen im Wesentlichen denen anderer Corona-Impfstoffe: Schmerzen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, erhöhte Temperatur oder Fieber.Wenn es mir nach der Impfung nicht gut geht - kann ich mich an meinen Hausarzt wenden, auch wenn er mich nicht geimpft hat?
Ja, Nebenwirkungen können Sie direkt Ihrem Hausarzt oder in der Apotheke melden. Ärzte und Apotheker sind zur Weitergabe der Information an das Paul-Ehrlich-Institut verpflichtet. Bleiben Sie mit Ihrem Hausarzt im Austausch. Für die Bewertung der Nebenwirkungen, einer möglichen Diagnose und Folgebehandlung ist er weiterhin Ihr Ansprechpartner, auch wenn er Sie nicht geimpft hat. Sie können Nebenwirkungen auch direkt beim Paul-Ehrlich-Institut über die Webseite www.nebenwirkungen.bund.de melden oder über die die App des Instituts SafeVac 2.0.Bei meinem Vater wurde eine Immunschwäche festgestellt. Wirken die Impfstoffe auch bei ihm?
An den Zulassungsstudien haben keine Personen mit Immunschwäche teilgenommen. Daher kann man derzeit keine abschließenden Aussagen zur Wirksamkeit der Impfstoffe bei immungeschwächten Menschen treffen. Aus der Vergangenheit weiß man jedoch von ähnlichen Impfstoffen, dass es möglicherweise zu einer verminderten Wirksamkeit kommen kann. Es ist aber davon auszugehen, dass der Nutzen der Impfung das Risiko bei weitem überwiegt. Sprechen Sie mit dem behandelnden Arzt oder dem Impfarzt darüber.Ich bin Fußpflegerin und zweimal die Woche in einer Seniorenresidenz. Komme ich wegen dieser Kontakte früher mit dem Impfen dran?
Ja, Personen, die Pflegeeinrichtungen regelmäßig aus beruflichen Gründen betreten, wurden zur Corona-Impfung in Stufe 1 eingeordnet, da sie als mögliche Infektionsquelle in Betracht kommen. Dazu zählen beispielsweise Fußpfleger, Seelsorger und Friseure.Telefonaktion geht weiter:
Die Expert*innen der BZgA beantworten nun jeden Tag kostenlos Fragen rund um die Corona-Schutzimpfung. Die Hotline ist von Montag bis Donnerstag, von 10 bis 22 Uhr, und von Freitag bis Sonntag, von 10 bis 18 Uhr, unter 08 00 / 2 32 27 83 erreichbar.Mehr Info auch unter: www.corona-schutzimpfung.de
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