Klaus Desinger

Kirner Land: Bezahlkarte für Asylbewerber kommt

Kirn. Die VG ist damit Vorreiter im Landkreis und führt als erste Kommune die Bezahlkarte für Asylbewerber ein.

Im Kirner Land kommt die Bezahlkarte für Asylbewerber.

Im Kirner Land kommt die Bezahlkarte für Asylbewerber.

Bild: Sebastian Schmitt

Die Verbandsgemeinde Kirner Land geht einen neuen Weg in der Sozialhilfe: Ab Februar 2026 werden für Menschen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) erhalten, Bezahlkarten ausgegeben. Damit nimmt die Verbandsgemeinde eine Voreiterrolle im Landkreis Bad Kreuznach ein. Die Karten funktionieren ähnlich wie normale Bankkarten: Einkäufe können in Geschäften mit Kartenzahlung bezahlt werden. Zusätzlich ist es möglich, bis zu 130 Euro pro Person und Monat bar abzuheben. Die Bezahlkarte ersetzt kein Girokonto, so sind beispielsweise Auslandsüberweisungen nicht möglich. Die Verwaltung erklärt, dass die neue Lösung dazu beitragen soll, Abläufe zu vereinfachen und die Auszahlung der Leistungen einheitlicher zu gestalten. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass die unterstützungsbedürftigen Personen ihren Alltag wie gewohnt bestreiten können.

"Verwaltungsprozesse effizienter gestalten"


Die Karten werden bis Mitte Februar an die Leistungsempfänger ausgegeben, sodass die Leistungen ab dem 1. März 2026 direkt auf die Bezahlkarte ausgezahlt werden können. Eine Auszahlung per Scheck oder Überweisung auf ein Girokonto erfolgt dann grundsätzlich nicht mehr. Ziel war es, Abläufe in der Praxis zu optimieren und Verwaltungsprozesse effizienter zu gestalten. Bei der schnellen Umsetzung hatte das Team des Fachbereichs die damit verbundene Effizienzsteigerung stets im Fokus. Bürgermeister Jung informierte sich ebenfalls über die reibungslose Einführung und zeigte sich erfreut über das engagierte Zusammenwirken aller Beteiligten.


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