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Robert Syska

Landessynode: Kirche zeigt klare Kante gegen rechts

Kreis Bad Kreuznach. Wie sieht die Zukunft der Kirche aus? Eine Delegation von Nahe und Glan diskutierte auf der Landessynode in Düsseldorf mit.
Die Delegation aus dem Kirchenkreis An Nahe und Glan zeigte sich in bester Stimmung auf der Landessynode der rheinischen Kirche.

Die Delegation aus dem Kirchenkreis An Nahe und Glan zeigte sich in bester Stimmung auf der Landessynode der rheinischen Kirche.

Bild: Jörg Schmidt

Nichts Geringeres als die Zukunft der Kirche war das zentrale Thema der 77. Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Der evangelische Kirchenkreis An Nahe und Glan war wiederum mit einer großen Delegation auf der Tagung vertreten.

Grundsätze der AfD nicht mit den Grundwerten der Kirche vereinbar

Intensiv befasste sich die Synode auch mit dem Thema sexualisierte Gewalt innerhalb von Kirche und trat vehement für die Aufarbeitung ein, wie Superintendentin Astrid Peekhaus berichtet. "Beachtlich war das Engagement in Initiativanträgen gegen jede Form von Antisemitismus", so Astrid Peekhaus. Schließlich fassten die fast 200 Synodalen den eindeutigen Beschluss, dass die politischen Grundsätze der AfD nicht vereinbar seien mit den Grundwerten der rheinischen Kirche.

Aus dem Kirchenkreis An Nahe und Glan nahmen neben der Superintendentin Pfarrerin Ulrike Scholtheis-Wenzel (Bad Sobernheim), Marion Pöhlmann-Münch (Langenlonsheim), Thorsten Franzmann (Nußbaum) und Carla Peekhaus (Gebroth, Jugendvertreterin) als gewählte Delegierte sowie Pfarrer Christoph Hüther (Waldalgesheim) für die Pfarrvertretung der EKiR und Pastor Peter Trollhan (Roxheim) aus dem Konvent rheinischer Pfarrerinnen und Pfarrer an der Landessynode teil. Andreas Ullrich (Bad Kreuznach) war Delegierter der Mitarbeitendenvertretungen in der EKiR.

Beeindruckt von der Vielfalt der behandelten Themen und dem wertschätzenden Austausch auf Augenhöhe zeigte sich Marion Pöhlmann-Münch, die zum ersten Mal an der Landessynode teilnahm. "Inspirierend ist die morgendliche Bibelarbeit mit gemeinsamem Gesang und Gebet", berichtet sie. "Trotz intensiver Beratungen und weit reichender Beschlüsse zur Zukunft kirchlichen Lebens bleibt dennoch Zeit für intensive Arbeit in Workshops und spirituelle Momente", fasst Thorsten Franzmann seine Empfindungen zusammen.

Ein "ausgesprochen positives Echo" fand in der Delegation von Nahe und Glan nach den Worten von Ulrike Scholtheis-Wenzel der Jahresbericht von Präses Thorsten Latzel. "In einer Zeit, in der sich die Hälfte der Bevölkerung säkular begreift, sprach er von der bleibenden Bedeutung einer evangelischen Kirche für die Gesellschaft." Dabei führte der Präses unter anderem die unzähligen sozialen Einrichtungen an. Als ein Beispiel dienten die Kindertagesstätten in evangelischer Trägerschaft. Latzel plädierte dafür, deren Organisation auf andere Ebenen zu verlagern, um die Presbyterien zu entlasten. Im Kirchenkreis An Nahe und Glan mussten zahlreiche Gemeinden leidvoll erfahren, dass sie ihre Kitas finanziell und personell nicht mehr stemmen konnten. So gingen zuletzt zwei Einrichtungen in Bad Sobernheim in die Trägerschaft der Kommune über. Insgesamt gibt es jetzt noch acht Kitas im Kirchenkreis, die von Gemeinden betrieben werden.


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